Klimaanlagen

Das Einmaleins der Öffi-Klimaanlagen: Hier finden Sie alles zum Thema Kühlen, Heizen, Lüften in den Öffis!

Schon drei von vier Fahrten sind klimatisiert, Tendenz steigend

Die Temperaturen steigen, der Einsatz von Klimaanlagen ist auch in unseren Breitengraden längst üblich. Auch die Wiener Linien kaufen seit Jahren nur mehr klimatisierte Fahrzeuge, damit unsere Fahrgäste nicht nur rasch und sicher, sondern auch möglichst angenehm unterwegs sind. Insgesamt sind bereits drei Viertel aller Fahrten mit den Wiener Öffis klimatisiert. Das heißt: Drei von vier Mal sind Sie bei uns "mit Klima" unterwegs. 

Im Bus immer "mit Klima"

Bei unseren Bussen ging die Umstellung auf Klimaanlage am schnellsten: Hier ist jede Fahrt klimatisiert. Das heißt, im Bus sind Sie immer angenehm kühl unterwegs!

Zwei von drei U-Bahn-Fahrten klimatisiert

Da Schienenfahrzeuge eine viel längere Lebensdauer haben als Busse, dauert es bei Bim und U-Bahn etwas länger, bis der Fuhrpark auf Klima umgestellt ist. Aber weil natürlich alle neu angeschafften Fahrzeuge serienmäßig mit Klimaanlage kommen, wächst der Anteil der klimatisierten Fahrzeuge ständig.

In der U-Bahn fahren Sie zwei von drei Mal klimatisiert. Auf den Linien U1 bis U4 sind alle V-Züge vollklimatisiert. Hier sind auch noch die älteren Silberpfeile im Einsatz; sie haben keine Klimaanlage, werden aber schon ab 2022 durch den neuen X-Wagen abgelöst, der serienmäßig mit Klimaanlage ausgestattet ist.

Mehr als die Hälfte der Bim-Fahrten mit Klima

Bei der Straßenbahn ist etwas mehr als jede zweite Fahrt klimatisiert. Die älteren Hochflur-Straßenbahnen (Type E) werden schrittweise durch neue, serienmäßig klimatisierte Modelle ersetzt. Bei der ersten ULF-Generation, die keine Klimaanlage hat, senken spezielle Sonnenschutzfolien die Temperatur im Fahrzeug um bis zu 4°C. Außerdem sorgen Lüftungskiemen vor den Seitenfenstern für Luftaustausch und Abkühlung.

U6: Wiens erste vollständig klimatisierte U-Bahn

Da die U6 ausschließlich an der Oberfläche unterwegs ist und sich besonders stark aufheizt, haben die Wiener Linien im Rahmen einer Cooling-Offensive vier Millionen Euro investiert, um die ältere Generation der U6-Züge mit neuen Klimageräten auszurüsten, die auch kühlen können. Außerdem wurden alle U6-Züge mit Sonnenschutzfolien ausgestattet, die die Temperatur im Zug um bis zu 4°C senken. Seit Sommer 2020 sind Sie daher in der U6 immer "cool" unterwegs.

How-to: Klimatisierte Fahrzeuge erkennen

Sie möchten wissen, wie Sie klimatisierte Fahrzeuge "auf einen Blick" erkennen können? Hier haben wir praktische Tipps für Sie gesammelt:

Klimatisierte Fahrzeuge erkennen

Wenn Sie noch mehr wissen wollen, lesen Sie doch unseren Blogbeitrag zu unseren Klimaanlagen, da finden Sie noch mehr Informationen, Filme und Fotos!

Die wichtigsten Fakten zu unseren Klimaanlagen:

  • Kein Scherz: Wir kühlen bei geöffneten Türen.

    Würden Sie bei Ihrem Auto nie machen, oder?
  • Unsere Klimaanlagen sind immer eingeschaltet.

    Ja, immer.
  • Das Steuergerät bestimmt die Temperatur.

    Nicht unsere Fahrer*innen oder Lenker*innen.
  • Wir sind Greener Linien.

    Kühlen ist OK, aber mit Maß und Ziel. Zu viel Kühlung ist ungesund und klimaschädlich.

Wie Sie sicher wissen, arbeitet eine Klimaanlage am besten bei geschlossenen Räumen. Genau diese Voraussetzung ist bei den Öffis nicht erfüllt: Alle paar Minuten werden die Türen geöffnet, die kühle Luft entweicht und heiße Luft kommt herein. Außerdem fahren viele Menschen mit, die Wärme abgeben.

Außerdem hängt die Leistung der Klimaanlage von ihrer Größe ab. Unsere Klimaanlagen sind auf die Größe und Tragfähigkeit unserer Fahrzeuge abgestimmt, das bedeutet, sie sind so groß und schwer, wie es für unsere Fahrzeuge möglich ist. Dementsprechend können sie die Temperatur im Fahrzeug um ein paar Grad senken. Wenn es sehr heiß ist und die Temperatur weit über 30°C liegt, ist die Abkühlung im Fahrzeug auch mit Klimaanlage nicht so stark.

Um sehr stark zu kühlen, braucht man sehr große Klimageräte, die sehr viel Platz, Strom und Kühlmittel brauchen und sehr schwer sind. Für eine stärkere Kühlleistung bräuchten wir viel größere, schwerere Geräte – die würden aber auf dem Dach unserer Fahrzeuge keinen Platz finden und sie wären zu schwer. Außerdem würden sie wesentlich mehr Kühlmittel verbrauchen und die Umwelt viel stärker belasten – das ist für uns als "Greener Linien" keine Option.

Unsere Klimageräte sind für unsere Fahrzeuge dimensioniert. Das heißt: Sie sind so groß und so schwer, wie es bei unseren Fahrzeugen möglich ist. In anderen Städten sind die Fahrzeuge größer, da ist mehr Platz, um größere und schwerere Klimageräte unterzubringen.

Unsere Klimaanlagen sind IMMER eingeschaltet, das ganze Jahr. Je nach Temperatur lüftet, kühlt oder heizt die Anlage:

  • Zwischen ca. 18°C und 25°C lüftet die Klimaanlage.
  • Über ca. 25°C kühlt die Klimaanlage.
  • Unter ca. 18°C heizt die Klimaanlage.

Das gilt für alle Fahrzeuge, die eine Klimaanlage haben (Bim, Bus, U-Bahn).

Das macht das Steuergerät der Klimaanlage. Es regelt die Temperatur im Fahrzeug vollautomatisch. Das funktioniert so: Innen und außen am Fahrzeug befinden sich Sensoren. Sie messen laufend die Temperatur und schicken die Daten an das Steuergerät der Klimaanlage. Das Steuergerät berechnet, ob und wie stark die Anlage kühlen oder heizen soll. Unsere Fahrer*innen/Lenker*innen haben KEINE Möglichkeit, die Temperatur zu beeinflussen ("kälter/wärmer drehen"). 

Wie stark eine Klimaanlage kühlen/heizen kann, hängt von ihrer Größe ab. Anders gesagt: Je stärker die Anlage kühlen soll, desto größer muss sie sein (und desto schwerer ist sie, und desto mehr Strom und Kühlmittel verbraucht sie). Bei Niederflurfahrzeugen sind Klimaanlagen auf dem Dach verbaut. Dort sind sowohl der Platz als auch das Gewicht beschränkt – und damit auch die Leistungsfähigkeit der Klimaanlage.

Unsere Klimageräte können die Temperatur im Fahrgastraum um ein paar Grad senken. Für eine stärkere Kühlleistung bräuchten wir wesentlich größere (und damit schwerere) Geräte. Die hätten aber auf dem Dach unserer Fahrzeuge keinen Platz und sie wären zu schwer. Außerdem würden sie wesentlich mehr umweltschädliches Kühlmittel verbrauchen. Und da wir die Umwelt nicht unnötig belasten wollen, möchten wir das vermeiden.

Das ist leider nicht so einfach. Ein Klima-Gerät wiegt rund 400 Kilogramm. Bei einem langen ULF müssten sechs Geräte auf dem Dach verbaut werden. Das entspricht fast 2,5 Tonnen an zusätzlichem Gewicht! Für dieses Gewicht wurden die Fahrzeuge nicht konstruiert, man kann es nicht einfach zusätzlich „oben drauf“ packen. Außerdem sind auf dem Dach von Niederflurfahrzeugen schon viele andere Komponenten verbaut. Für ein zusätzliches Gerät ist kein Platz.

Ganz einfach: Weil bei Ihrem Auto die Türen während der Fahrt geschlossen sind und nicht so viele Menschen mitfahren.

Wie Sie sicher wissen, arbeitet eine Klimaanlage am besten in geschlossenen Räumen. Genau das ist bei den Öffis kaum der Fall: Alle paar Minuten werden die Türen geöffnet und heiße Luft kommt herein. Zudem ist jeder Fahrgast eine Wärmequelle, die Energie abgibt; in einer gut gefüllten Bim kommt da schon Einiges zusammen. Außerdem bieten so große Fahrzeuge wie eine Straßenbahn der Sonne eine große Angriffsfläche. Sie heizen sich viel stärker auf als ein Auto.

Unsere Fahrzeuge und auch die Klimaanlagen werden laufend gewartet. Natürlich kann es dennoch einmal vorkommen, dass eine Anlage defekt ist. In diesem Fall informieren Sie bitte die/den FahrerIn/LenkerIn, wir prüfen das umgehend (bitte Wagennummer nennen).

Oft erreichen uns allerdings Beschwerden, bei denen es sich um ein Fahrzeug handelt, das gar keine Klimaanlage hat. Vielen Fahrgästen ist nicht bewusst, dass nach wie vor Bims und U-Bahnen ohne Klimaanlage unterwegs sind.

Wie bereits beschrieben, sind unsere Schienenfahrzeuge 30 Jahre und mehr im Einsatz. Wir können die älteren Modelle nicht wegwerfen, weil sie keine Klimaanlage haben.

In Zügen "ohne Klima" können auch unsere Fahrgäste dazu beitragen, die Temperatur erträglicher zu gestalten: Bei Hitze sollten alle Fenster geöffnet sein, damit frische Luft hereinkommt. Auch das sorgt für Abkühlung.

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Online seit: 19. Mai 2022