Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stellwerks bei der U6-Station Floridsdorf

Wir nutzen Sonnenenergie

2020 haben Wiener Linien und Wien Energie ihre gemeinsame Photovoltaik-Offensive gestartet. Seither wird auf immer mehr Öffi-Flächen in ganz Wien Sonnenenergie erzeugt. Ziel ist es, den laufenden Betrieb der Wiener Linien zunehmend mit lokal produziertem Ökostrom zu versorgen und damit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Schritt für Schritt mehr Sonnenenergie

Zu den ersten Anlagen zählten Photovoltaik-Module auf dem Dach der U3-Station Ottakring sowie der U1-Station Alte Donau. In den Folgejahren wurde der Ausbau kontinuierlich vorangetrieben: Im Frühjahr 2025 wurde mit der PV-Anlage auf dem Dach der U6-Station Michelbeuern-AKH das 20. Öffi-Solarkraftwerk in Betrieb genommen. Im Sommer desselben Jahres folgte die erste Fassaden-Photovoltaik-Anlage am Gebäude der U6-Station Floridsdorf.
 

Rekord-Ausbau 2026: 15 neue PV-Anlagen

Anlässlich des internationalen Tags der Sonne am 3. Mai 2026 haben die Wiener Linien und Wien Energie einen weiteren großen Ausbauschritt ihrer Photovoltaik-Offensive bekannt gegeben. Allein im Jahr 2026 werden an 15 zusätzlichen Standorten neue Solarkraftwerke auf Dächern von U-Bahn-Stationen und Betriebsgebäuden errichtet.

Damit steigt die Gesamtzahl der Photovoltaikanlagen auf Öffi-Flächen bis Ende 2026 auf 44 Solarkraftwerke. Die jährliche Stromproduktion erhöht sich auf bis zu 7,7 Millionen Kilowattstunden – das entspricht einer Steigerung um rund ein Drittel gegenüber dem bisherigen Stand.

Ein besonderer Ausbau-Schwerpunkt liegt 2026 auf der U2-Linie. Zehn der neuen Anlagen entstehen entlang dieser Linie, wo große, zusammenhängende Dachflächen ideale Voraussetzungen für die Nutzung von Solarenergie bieten. Nach Abschluss des Ausbaus wird damit etwa die Hälfte aller U2-Stationen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sein, darunter Standorte wie Stadion, Stadlau, Aspernstraße, Seestadt oder Hardeggasse.
 

Sonnenstrom treibt Lifte, Rolltreppen, Beleuchtung und Anlagen an

Die Betriebsstätten der Wiener Linien verbrauchen ihren Strom fast vollständig selbst – entweder vor Ort oder über ein eigenes internes Stromnetz. Mit dem Sonnenstrom, den diese Mini-Kraftwerke erzeugen, werden unter anderem Beleuchtung, Rolltreppen und Lifte in den Stationen sowie Waschanlagen, Hebebühnen und andere elektrische Anlagen in Remisen und Busgaragen betrieben.

Überschüsse, wie sie beispielweise bei der U6-Station Michelbeuern-AKH oder in der Busgarage Leopoldau entstehen, werden ins öffentliche Netz eingespeist. Der U-Bahn-Fahrbetrieb selbst wird über ein separates Stromnetz versorgt – ebenfalls mit Ökostrom. Mit dem fortschreitenden Ausbau von Photovoltaikanlagen profitiert auch dieser Bereich zunehmend von lokal erzeugter Sonnenenergie.  
 

Ökostrom aus Öffi-Solarkraftwerken

Die PV-Module auf den Dächern von U-Bahn-Stationen, Busgaragen und Werkstätten produzierten 2025 in Summe 5,7 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Damit können umgerechnet rund 2.853 Wiener Durchschnittshaushalte ein Jahr lang mit Ökostrom versorgt werden. Mit dem Ausbau bis Ende 2026 steigt diese jährliche Ökostrommenge weiter an.
 

Geballte Solarkraft in Leopoldau, Simmering und Siebenhirten

Die größten Solarkraftwerke der Wiener Linien befinden sich auf der Busgarage Leopoldau, der Hauptwerkstätte in Simmering und dem Kompetenzzentrum für E-Mobilität in Siebenhirten. Gemeinsam erzeugen die Photovoltaikanlagen an diesen Standorten knapp die Hälfte der PV-Energie der Wiener Linien.

Der gemeinsame Ausbau von Wiener Linien und Wien Energie ist zugleich ein wesentlicher Beitrag zur Sonnenstrom-Offensive der Stadt Wien. Jede neue Anlage bringt die Stadt dem Ziel näher, bis 2030 insgesamt 800 Megawatt Photovoltaik-Leistung auf stadteigenen Dächern zu installieren.

 

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