Seitliche Ansicht eines Elektrobusses der Linie 73B mit der Aufschrift "Fährt mit Grünstrom", der gerade an der Tankstelle aufgeladen wird.

Wir nutzen Elektromobilität und sparen CO2

Mit elektrisch betriebenen Bims und U-Bahnen sind Öffi-Fahrgäste schon zu 80 Prozent elektrisch und damit klimaschonend unterwegs.

Wir setzen auf Elektromobilität und emissionsarme Antriebsformen

Da Straßenbahnen und U-Bahnen elektrisch betrieben werden, sind rund 80 Prozent aller Öffi-Fahrgäste elektrisch unterwegs. Aber auch bei den E-Bussen sind die Wiener Linien Vorreiter: Seit 2012 sind die Buslinien 2A und 3A komplett elektrisch und damit abgasfrei unterwegs. Seitdem haben wir unseren Umstieg auf emissionsfreie Busse konsequent voran getrieben. Bei der Anschaffung von neuen Fahrzeugen liegt unser Fokus auf umweltfreundlichen Antriebstechnologien und ihrer Weiterentwicklung. 

Wir treiben die Dekarbonisierung unserer Busflotte voran

Seit 2024 setzen die Wiener Linien einen Schwerpunkt auf die Dekarbonisierung der Busflotte: So wurden binnen kürzester Zeit die Linien 17A, 61A, 61B, 64A, 64B, 70A, 71A und 71B sowie 73B auf E-Busse umgestellt. Im September 2025 wurden in der Innenstadt auf den Linien 2A und 3A die alten Elektrobusse durch Elektro-Wasserstoff-Busse ersetzt. Auf der Linie 39A fahren seit Dezember Wasserstoff-Busse. Mit der Umstellung der Linie 57A gehen die Wiener Linien den nächsten Schritt.


Ab 20. April 2026: Linie 57A fährt mit Elektro- statt Diesel-Bussen

Die Wiener Linien setzen den nächsten Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität: Ab 20. April 2026 fahren auf der Linie 57A zwischen Rudolfsheim und der Innenstadt anstelle der bisherigen Dieselbusse zehn batteriebetriebene E-Busse. Damit sind bereits 13 Linien auf emissionsfreie Antriebe umgestellt - das ist ein Viertel aller Buslinien, die von den Wiener Linien betrieben werden. 

Schnelles Aufladen zwischendurch steigert die Reichweite

Für den Einsatz der neuen batteriebetriebenen Busse haben die Wiener Linien zwei Schnellladestationen an der Endhaltestelle des 57A in der Anschützgasse im 15. Bezirk errichtet, die mit jeweils 300 kW-Ladegeräten ausgestattet sind. Dort werden die E-Busse nach jeder Runde etwa 10 Minuten lang geladen. So kann die Reichweite im Linienbetrieb deutlich erhöht werden. Über Nacht werden die Busse nur wenige Schritte entfernt in der Remise Rudolfsheim abgestellt. Dort wurden vier Ladestationen errichtet, die mit 150 kW Leistung die Busse über Nacht für den Einsatz am nächsten Tag mit Strom versorgen. Die Wartung der Busse erfolgt im modernen E-Kompetenzzentrum in Siebenhirten, das insgesamt 60 große E-Busse beherbergt und von wo aus die E-Bus-Linien im Süden Wiens versorgt werden.  

Bekannter Komfort, aber leiser und klimafreundlicher

Die modernen Mercedes e-Citaro Busse bieten dabei denselben Komfort wie ihre Dieselbus-Vorgänger, sind aber leiser. Das freut nicht nur die Fahrgäste, sondern auch die Anrainer*innen und trägt dazu bei, die Emissionen im Verkehr weiter zu reduzieren. Auch die Lenker*innen müssen sich nicht an ein neues Umfeld gewöhnen, denn alle Schalter und Bedieneinheiten sind an derselben Stelle mit derselben Funktion angeordnet. Um die Energie bestmöglich zu nutzen, ist die Klimaanlage des E-Busses mit einer Wärmepumpenfunktion ausgerüstet. Die verbaute Batterie mit einer Kapazität von 392 kWh sorgt gemeinsam mit den Gelegenheitsladestationen für die entsprechende Reichweite.

Gudrun Senk, Geschäftsführerin der Wiener Linien für den technischen Bereich, freut sich über diesen Meilenstein: "Die Elektrifizierung des 57A zeigt, wie konsequent wir unsere Busflotte technologisch weiterentwickeln. Mit leistungsstarken 300 kW Schnellladestationen an der Endhaltestelle und einer modernen Ladeinfrastruktur in der Remise Rudolfsheim schaffen wir die technischen Voraussetzungen für einen robusten, emissionsfreien Betrieb mit genug Power für den ganzen Tag. Jeder Schritt dieser Umstellung bringt uns unserem Ziel näher, das gesamte Bussystem klimafit und gleichzeitig leistungsstark zu machen."

Technische Daten der neuen E-Busse:  

  • eCitaro des Herstellers Daimler Buses 
  • Maße: 12 Meter lang, 2,5 Meter breit und 3,45 Meter hoch  
  • Gewicht 13,7 Tonnen 
  • 29 Sitzplätze, 53 Stehplätze
  • 1 Kombiplatz für Kinderwägen und Rollstühle 
  • Elektromotor mit 184 kW Leistung 
  • Batterie mit 392 kWh Kapazität 
  • Ladeleistung bis zu 300 kW  
  • Reichweite: mindestens 135 km 
  • Virtuelle Außenspiegel 
  • CO2-Klimaanlage 

Der Kauf der E-Busse wird aus Mitteln der EU über das EBIN-Programm des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur gefördert. 


Kompetenzzentren im eigenen Haus

Für die Umstellung unserer Busflotte haben wir im Süden von Wien ein Kompetenzzentrum für Elektro-Mobilität errichtet. Es bietet Platz für 60 E-Busse und wurde energieeffizient und in ökologischer Bauweise unter anderem mit Holz errichtet. Eine Photovoltaik-Anlage auf den Dächern liefert Strom für die Betriebsgebäude sowie zur Ladung der Busse. Überschüssiger Strom wird ins Wiener-Linien-Netz geleitet, in der Nacht zur Ladung benötigter Strom aus dem Öffi-Netz gespeist. Die Abwärme der Ladegeräte wird für das Beheizen der Aufenthaltsräume und der Werkstätten verwendet. Die begrünten Dächer und Seitenwände wirken kühlend, speichern Regenwasser und filtern Schadstoffe aus der Luft. Von hier aus werden bereits diese Buslinien betrieben: 61A und 61B sowie 64A und 64B (Liesing), 71A , 71B und 73B (Simmering), 70A und 17A (Oberlaa). 

Ausgezeichnet: E-Mobilitätszentrum in Siebenhirten

Das Kompetenzzentrum für E-Mobilität in Siebenhirten wurde bereits mit dem höchsten österreichischen Qualitätszeichen für nachhaltige Gebäude ausgezeichnet, dem klimaaktiv-Standard in Gold. Nun konnten die Wiener Linien auch den Österreichischen Verwaltungspreis des Bundeskanzleramts in der Einreichkategorie "Ökologische Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Klimaschutz" gewinnen und sich dabei unter mehr als 100 Einreichungen durchsetzen.

Wasserstoff-Kompetenzzentrum Leopoldau

Im Norden Wiens, in der Garage Leopoldau, entsteht zudem ein Wasserstoff-Kompetenzzentrum, in dem unsere Wasserstoff-Busse (kurz: H2-Busse) betankt und gewartet werden. Die Tankstelle wurde von den Wiener Netzen errichtet, den benötigten Wasserstoff liefert Wien Energie. Mitte 2025 wurde die Linie 39A als erste Linie komplett auf Wasserstoff-Fahrzeuge umgestellt. Die Innenstadtlinien 2A und 3A wurden ebenfalls auf innovative Batterie-Wasserstoffbusse umgestellt.

 

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