U5 Elterleinplatz: nächster Abschnitt von Wiens größtem Klimaschutzprojekt auf Schiene

Übergabe des Planungsprojekts mit drei neuen Stationen an die Wiener Linien – Vollausbau U2xU5 sichert klimafitte Stadtentwicklung 

Entlastung für stark frequentierte Linien, neue Verbindungen für den Nordwesten der Stadt

v.l.n.r.: Öffi-Stadtrat Peter Hanke, Planungsstadträtin Ulli Sima, MA18-Leiter Andreas Trisko, Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer

Als eine der zentralen Antworten auf den Klimawandel plant und errichtet Wien laufend neue Öffis. Aktuell wird U2xU5 errichtet.

„Der Ausbau von U2 und U5 sorgt dafür, dass künftig 300 Millionen zusätzliche Fahrgäste pro Jahr umweltfreundlich von A nach B gelangen – das ist ein Meilenstein für die Erreichung unserer Klimaschutzziele im Verkehrsbereich. Ich freue mich, den Wiener Linien heute den nächsten Abschnitt für die Detailplanung und Umsetzung zu übergeben,“ betont die für die Planung der Öffis zuständige Stadträtin Ulli Sima.

Denn der Ausbau von U2xU5 geht in eine weitere, entscheidende Phase: Mit der Verlängerung der U5 nach der Station Frankhplatz bis zur Station Elterleinplatz wird auch der Nordwesten Wiens an das hochrangige U-Bahn-Netz angebunden und stark frequentierte Öffi-Linien, insbesondere U3, U6, 6, 43 und 13A, werden entlastet.

Das Planungsprojekt (Generelle Projekt) für diesen Streckenabschnitt der U5 mit den Stationen Arne-Karlsson-Park, Michelbeuern-AKH und Elterleinplatz wurde nun seitens der Abteilung für Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA18) abgeschlossen und an die Wiener Linien zur Detailplanung übergeben.

„Mit der ersten Baustufe von U2xU5 ist ein bedeutendes Klimaschutz- und Infrastrukturprojekt bereits in der Umsetzung. Der weitere Ausbau und die Verlängerung der U5 sind wichtige nächste Schritte. Wir machen damit die Wiener Öffis noch attraktiver und sichern die klimafreundliche Mobilität in unserer Stadt“, sagt Finanz- und Öffi-Stadtrat Peter Hanke. 

In wenigen Minuten von Karlsplatz bis Hernals 

Die U5 wird nach Fertigstellung der ersten Baustufe ab 2026 die bestehenden U2-Stationen Karlsplatz, Museumsquartier, Volkstheater und Rathaus übernehmen und bis zum Frankhplatz im Universitätsviertel fahren. Die U2 bekommt in der ersten Baustufe ab der Station Rathaus einen neuen Süd-Ast bis zum Matzleinsdorfer Platz (2028) bzw. in der zweiten Baustufe bis zum Wienerberg.

Die U5 wird in der zweiten Baustufe weiter nach Nordwesten verlängert, mit den neuen Stationen Arne-Karlsson-Park, Michelbeuern-AKH und Elterleinplatz. Ebenfalls in dieser zweiten Baustufe wird die U5 noch um eine Station bis nach Hernals verlängert, die Planungen dafür sind in Arbeit.

„In Wien kann man auch ohne einen Pkw zu besitzen, gut mobil sein. Durch die U5 erhält der Karlsplatz künftig eine direkte und damit schnellere Öffi-Anbindung an den 9., 17. und 18. Bezirk. Nach der Fertigstellung braucht es vom Karlsplatz bis zum Elterleinplatz nur noch rund 11 Minuten – das ist doppelt so schnell wie heute!“, betont Ulli Sima.

„Von der Fertigstellung von U2xU5 wird zukünftig rund ein Viertel der Fahrgäste direkt profitieren und noch schneller unterwegs sein. Die Investitionen lohnen sich doppelt: für den Klimaschutz und für den Wirtschaftsstandort Wien. Wir generieren eine hohe Wertschöpfung, die in Österreich bleibt und sichern 30.000 Arbeitsplätze. Grätzel und Geschäftsstraßen werden durch die U-Bahn-Anbindung aufgewertet“, unterstreicht Hanke. 

Wiener U-Bahn-Netz wächst um elf Kilometer und zwölf neue Stationen

Insgesamt investieren Stadt und Bund rund sechs Milliarden Euro für den kompletten U-Bahn-Ausbau U2xU5. Dabei wächst das Wiener U-Bahn-Netz um elf Kilometer und zwölf neue Stationen. Mit der Übernahme des Planungsprojekts starten die Wiener Linien nun mit den Detailplanungen. Das umfasst u.a. die erforderlichen Vergaben von zahlreichen Dienstleistungen, gefolgt von der umfangreichen Einreichplanung und in weiterer Folge die diversen Ausschreibungen der Bauleistungen.

Mit einem Baubeginn des neuen Abschnitts ist nach dieser arbeitsintensiven Phase in den Jahren 2026/2027 zur rechnen. Die Inbetriebnahmen der Verlängerungen bis Hernals und Wienerberg werden aus heutiger Sicht zwischen 2032 und 2035 erfolgen.

U5 wird Wiens erste vollautomatische U-Bahn-Linie

Rund fünf Kilometer umfasst die Strecke der U5 vom Karlsplatz über Frankhplatz bis Elterleinplatz, rund 3,2 Kilometer davon sind Neubaustrecke. Nach dem Vollausbau bis nach Hernals verfügt die U5 über neun Stationen und verbindet acht Wiener Bezirke (1., 4., 6., 7., 8., 9., 17. und 18.). Sie bietet direkte Umsteigemöglichkeiten zu allen U-Bahn-Linien (U1, U2, U3, U4 und U6).

Die neue U-Bahn-Anbindung über die U5 bringt viele neue attraktive und schnelle Öffi-Verbindungen in die Wiener Innenstadt. Für den vollautomatischen Betrieb werden alle Bahnsteige der U5 mit automatischen Bahnsteigtüren ausgerüstet. Diese sorgen für noch mehr Zuverlässigkeit und Sicherheit im Betrieb. 

Die neuen Stationen:

Die neue Station am Arne-Karlsson-Park wird u.a. die Station am Schottentor deutlich entlasten.

Arne-Karlsson-Park

Die derzeit stark frequentierte Station Schottentor wird durch die neue Station beim Arne-Karlsson-Park deutlich entlastet, da sie Umsteigemöglichkeiten auf die Straßenbahnlinien in den 18. und 19. Bezirk bietet. Die neue Station stellte für die Planung eine Herausforderung dar, denn es galt, u.a. den Park, die Verkehrssituation rund um die Kreuzung Währinger Straße/Spitalgasse und die Bedürfnisse der anliegenden Forschungsinstitute zu berücksichtigen. Die Straßenbahnhaltestellen werden neu organisiert. So wird in Zukunft in jeweils einer Richtung ein kreuzungsfreies Umsteigen von der U-Bahn direkt in die Straßenbahn möglich sein.

Mit der neuen Station Michelbeuern-AKH wird Währing noch besser mit den Öffis erschlossen und die U5 mit der U6 verknüpft.

Michelbeuern-AKH

Die Strecke führt vom Arne-Karlsson-Park weiter zum AKH und umfährt dabei das zentrale Spitalsgebäude und Universitätsklinikum sowie das Umspannwerk Michelbeuern. Durch die Station Michelbeuern-AKH wird der angrenzende Bezirk Währing besser mit den Öffis erschlossen und die U5 mit der U6 verknüpft. Die Fußgängerquerung vom 18. Bezirk zur U6 wird durch ein neues, barrierefreies Brückentragwerk verbessert. Der Anton-Baumann-Park wird nach der Bauzeit neu und attraktiver gestaltet. Der Betrieb der U6 kann während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten werden.

Die neue Station am Elterleinplatz ist vor allem für die Erschließung des Zentrums von Hernals von großer Bedeutung.

Elterleinplatz

Mit der neuen U5-Station am Elterleinplatz wird die Straßenbahnlinie 43 deutlich entlastet und die Verbindung zur Innenstadt noch schneller. Die Station ist vor allem für die Erschließung des Zentrums von Hernals von großer Bedeutung. Eine große Herausforderung bei der Planung war der unterirdisch geführte Alsbach, der seine Wasserführung bei intensiverem Niederschlag rasch ändern kann. Südlich der Hernalser Hauptstraße werden Schule und Wohngebiet mit einem direkten Zugang zur U-Bahn erschlossen. Die Straßenbahnlinie 43 bleibt den Wiener*innen für die lokale Erschließung auch in Zukunft erhalten. 

Noch in Planung – neuer Nahverkehrsknoten in Hernals

Die U5 wird im Rahmen der 2. Baustufe bis zur S-Bahnlinie 45 führen, das Planungsprojekt dafür ist derzeit im Laufen. Dadurch bekommt die S45 eine weitere U-Bahn-Anbindung und es entsteht ein hochwertiger Nahverkehrsknoten für einen der am dichtesten bebauten Bereiche Wiens. Im Einzugsbereich der U-Bahnstation soll dieser neue Verkehrsknoten künftig für 32.000 Einwohner*innen Hernals in Gehdistanz zu erreichen sein.

Die Ausbaustufen U2xU5:

  • 1. Baustufe U5 (Frankhplatz bis Karlsplatz): Fertigstellung ab 2026
  • 1. Baustufe U2 (Rathaus bis Matzleinsdorfer Platz): Fertigstellung ab 2028
  • 2. Baustufe U5 (Frankhplatz bis Hernals): Fertigstellung 2032 bis 2035
  • 2. Baustufe U2 (Matzleinsdorfer Platz bis Wienerberg): Fertigstellung 2032 bis 2035


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