Stationsschild am Bahnsteig der U2-Station Lina-Loos-Platz

Wien bekommt 110. U-Bahn-Station: U2-Station Lina-Loos-Platz geht am 19. Jänner 2026 in Betrieb

Am Montag, dem 19. Jänner 2026, geht die U2-Station Lina-Loos-Platz im 22. Bezirk in Betrieb. Die U2 hat damit 21 Stationen, das Wiener U-Bahn-Netz wächst auf insgesamt 110 Stationen. Die neue Station ist mit Fahrradgaragen, begrünten Fassaden und einer Photovoltaikanlange am Dach ausgestattet und bringt damit noch mehr Nachhaltigkeit.

Anbindung für Stadtentwicklungsgebiet Oberes Hausfeld

Die Station Lina-Loos-Platz liegt zwischen den U2-Stationen Aspernstraße und Hausfeldstraße und stärkt die umweltfreundliche Anbindung der Donaustadt und des Stadtentwicklungsgebiets Oberes Hausfeld, das zu den größten Wachstumsräumen im 22. Bezirk zählt. Hier entsteht auf rund 26 Hektar ein urbanes Viertel mit 3.700 Wohnungen, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, Arbeitsplätzen und großzügigen Grünräumen für insgesamt 8.000 zukünftige Bewohner*innen. Mit der neuen U2-Station Lina-Loos-Platz ist das neue Viertel von Beginn an das Wiener Öffi-Netz angebunden.

Station wurde bei laufendem U2-Betrieb ausgebaut

Der Rohbau der Station wurde bereits bei der Verlängerung der U2 bis in die Seestadt im Jahr 2013 errichtet. Der weitere Ausbau startete 2021 und erfolgte bei laufendem U2-Betrieb. Dabei wurden die Stiegenaufgänge, der Mittelbahnsteig, zwei neue Aufzüge und zwei Fahrradgaragen errichtet. Über 70 Photovoltaik-Module auf dem Dach der Station sorgen für umweltfreundliche Energie. Die begrünten Fassaden auf beiden Außenseiten des Stationsgebäudes verbessern das Mikroklima. 

Die Namensgeberin: Lina Loos (1882-1950)

Die Station und der angrenzende Lina-Loos-Platz sind nach der Schauspielerin und Schriftstellerin Lina Loos benannt.

Lina Loos war von 1902 bis 1905 mit dem bekannten Architekten Adolf Loos verheiratet. Die Beziehung scheiterte, Lina Loos tat den für die damalige Zeit äußerst mutigen Schritt zur Scheidung und machte international und in ihrer Heimatstadt Karriere als Schauspielerin und Schriftstellerin. Lina Loos setzte sich intensiv mit dem Wien ihrer Zeit auseinander und gilt als Pionierin weiblicher Emanzipation. Sie engagierte sich als Friedensaktivistin, war Mitglied des Österreichischen Friedensrates sowie des Bundes demokratischer Frauen und setzte sich zeitlebens für Frieden, Abrüstung, gegen Neofaschismus und für die Rechte von Frauen ein.

Frauen sind in der Wiener Stadtbenennung noch deutlich unterrepräsentiert. Laut einer Analyse des European Data Journalism Network aus dem Jahr 2023 entfallen rund 90 % der Straßennamen auf Männer. Da Stationen nach ihrer Umgebung benannt werden, waren bisher nur zwei U-Bahn-Stationen nach Frauen benannt: U4 Margaretengürtel (nach der Märtyrerin Margareta von Antiochia) und U6 Längenfeldgasse (nach der Wohltäterin Josefine Haas von Längenfeld-Pfalzheim). Die Stadt Wien steuert hier gezielt entgegen, indem sie zum Beispiel in der Seestadt Aspern alle neuen Straßen nach Frauen benennt. Mit der neuen U2-Station und dem angrenzenden Platz, die nach Lina Loos benannt sind, wird eine weitere bedeutende Wienerin im Stadtbild sichtbar.

Klimafreundliche Mobilität im Umfeld, Lina-Loos-Platz wird zur grünen Oase gestaltet

Auch klimafreundliche Mobilität steht bei der Planung im Zentrum: Zwei neue Fahrradgaragen bei den Stationszugängen machen den Umstieg zwischen Fahrrad und U2 einfach. Hier können Fahrräder für nur €1,50 bis zu 24 Stunden lang abgestellt werden. Breite und baulich getrennte Radwege führen künftig entlang An den alten Schanzen und der U-Bahn-Trasse zur Station Lina-Loos-Platz. Eine WienMobil Rad-Station wird ebenfalls in den Lina-Loos-Platz integriert. Im Südwesten des Platzes, unmittelbar neben der U-Bahn-Station, wird eine Bushaltestelle errichtet. Das sorgt für kurze Wege beim Umsteigen und verbessert den Komfort für Öffi-Nutzer*innen.

Der an die U-Bahn-Station angrenzende Lina-Loos-Platz wird in den nächsten Jahren mit über 50 neuen Bäumen, einem Wasserspiel, großzügigen Grünflächen und Sitzgelegenheiten zu einer grünen Oase gestaltet. Insgesamt werden am Lina-Loos-Platz rund 1.800 Quadratmeter Grünflächen errichtet. Dazu kommen noch rund 2.300 Quadratmeter Fläche, auf der Regenwasser großflächig versickern kann, was den natürlichen Wasserkreislauf fördert und durch Verdunstung vor allem in der warmen Jahreszeit für Kühlung sorgt. 

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