Mehr Frauen in Öffi-Werkstätten: Wiener Linien bauen spezielles Lehrangebot für Elektronikerinnen aus

Im Programm "FiT – Frauen in Handwerk und Technik" bilden die Wiener Linien gemeinsam mit dem AMS Frauen auf dem zweiten Bildungsweg in angewandter Elektronik aus und fördern gezielt ihren Aufstieg. Der erste Lehrgang war ein großer Erfolg; derzeit werden zwölf weitere Frauen ausgebildet, der Ausbau des Programms ist in Planung.

Zweiter Bildungsweg für Frauen: "FiT – Frauen in Handwerk und Technik" in Kooperation mit AMS

Helga Marksteiner (43) und Jennifer Blaim (23) sind zwei von insgesamt neun Frauen, die die Elektronik-Lehre bei den Wiener Linien abgeschlossen haben und jetzt bei den Wiener Linien arbeiten.

Das Öffi-Netz wächst, daher suchen die Wiener Linien verstärkt Mitarbeiter*innen. Besonders gefragt sind Facharbeiter*innen in den Werkstätten, die unseren klimafreundlichen Fuhrpark in Schuss halten. Im Fokus steht dabei die Förderung von Talenten mit möglichst großer Diversität.

Unter dem Namen "FiT – Frauen in Handwerk und Technik" bilden die Wiener Linien seit 2019 gemeinsam mit dem AMS Frauen auf dem zweiten Bildungsweg in angewandter Elektronik aus. In weiterer Folge fördern wir gezielt Frauen, die eine Führungsposition anstreben, um auch in Führungspositionen den Frauenanteil zu steigern.

Nach dem sehr erfolgreichen ersten Lehrgang werden derzeit zwölf Frauen ausgebildet. Der Ausbau des Programms ist in Planung.

Garantierter Job nach erfolgreichem Lehrabschluss - Weichen für beruflichen Aufstieg gestellt

Jennifer Blaim hat die FiT-Lehre im Herbst 2021 abgeschlossen und in der Straßenbahnwartung ihren Traumjob gefunden.

In der zweijährigen Lehrzeit werden die zukünftigen Facharbeiterinnen gezielt auf ihre Tätigkeit in den Werkstätten der Wiener Linien vorbereitet. Dazu erlernen sie im unternehmenseigenen Ausbildungszentrum in der Hauptwerkstätte Simmering und in der Berufsschule sowohl praktische Fähigkeiten als auch theoretisches Know-how. Das Besondere an der Lehre ist, dass sie trotz gleicher Lehrinhalte komprimiert in 24 statt 36 Monaten absolviert wird.

Der Erfolg des ersten Lehrgangs kann sich sehen lassen: Alle neun Absolventinnen starteten direkt nach dem Abschluss ihre Karriere bei den Wiener Linien. Als Elektronikerinnen sorgen sie dafür, dass technische Anlagen, Stellwerke und Zugsicherungstechnik gewartet werden und rund zwei Millionen Fahrgäste täglich klimafreundlich mobil bleiben. 

Helga Marksteiner hat ihren Beruf als Nageldesignerin gegen die Technik getauscht und ist jetzt Ausbildnerin für die neuen zwölf FiT-Programmteilnehmerinnen.

Traumjob auf Umwegen: Vom Nageldesign zur Ausbildnerin für Angewandte Elektrotechnik

Helga Marksteiner (43) war 2019 eine der ersten FiT-Lehrlinge der Wiener Linien: „Ich habe meinen Beruf als Nageldesignerin an den Nagel gehängt, um mir meinen Traum vom technischen Beruf zu erfüllen. Das war die beste Entscheidung meines Lebens! Die Arbeit bei den Wiener Linien macht mir unheimlich Spaß.”

Nach erfolgreichem Abschluss der Lehre ist sie nun Ausbildnerin für den neuen FiT-Lehrgang der Wiener Linien. Zwölf technikbegeisterte Frauen mit unterschiedlichsten Backgrounds bildet sie derzeit zu Elektronikerinnen aus.

Wiener Linien fördern gezielt Frauen, wollen Frauenanteil steigern

Hier zeigt Jennifer Blaim Stadtrat Peter Hanke und Wiener Linien Geschäftsführerin Alexandra Reinagl, was sie täglich leistet, damit die Wiener*innen sicher ans Ziel kommen.

8.700 Menschen arbeiten bei den Wiener Linien. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir im vergangenen Jahr in allen Bereichen mehr Frauen aufgenommen haben. Lag der Frauenanteil im Unternehmen 2015 noch bei 12 Prozent, ist er inzwischen auf rund 15 Prozent gestiegen.

Mit Kooperationen wie dem FiT-Programm, Frauennetzwerken und berufspraktischen Tagen wollen die Wiener Linien in Zukunft den Frauenanteil weiter heben. Ab Herbst 2022 setzen wir mit einer rein weiblichen Geschäftsführung ein weiteres, klares Zeichen für die Zukunft. 

Öffi-Stadtrat Peter Hanke betont: „Was die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt betrifft, sind wir noch lange nicht am Ziel. Daher lassen wir in Wien nicht locker und setzen in der Arbeitsmarktpolitik konsequent auf die Förderung von Frauen. Ich finde es großartig, dass die Wiener Linien Frauen zwischen 20 und über 50 Jahren beim Erlernen eines neuen Jobs unterstützen und ihnen nach erfolgreichem Lehrabschluss einen krisensicheren Job garantieren. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!”

Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien: „Gerade die Technik-Branche bietet Quereinsteigerinnen, die handwerkliches Interesse mitbringen, vielfältige und zukunftsreiche Karrieremöglichkeiten mit guter Bezahlung. Wenn Sie Interesse an Technik haben: Nur Mut, wir freuen uns auf Sie!"

Alle aktuellen Karrieremöglichkeiten finden Sie hier: wienerlinien.at/karriere

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