
Mehr Tempo für Bus und Bim: Erste Maßnahmen bringen Linie D auf die Überholspur
Unter dem Dach der Modernisierungsoffensive "Netz erst recht" untersuchen die Wiener Linien 29 Straßenbahn- und 135 Autobuslinien, um Möglichkeiten zur Beschleunigung zu finden. Die Linie D ist die erste Linie, auf der Beschleunigungsmaßnahmen umgesetzt werden. Der Schwerpunkt für weitere Maßnahmen liegt auf langen Linien und auf Linien mit dichten Intervallen. Die Wiener Linien investieren bis 2030 jeweils zwei Millionen Euro pro Jahr in Beschleunigungsmaßnahmen.
Halt nur mehr an Haltestellen: Bus und Bim sollen schneller werden
Ob Falschparker*innen, Autos, die unmittelbar vor der Bim abbiegen wollen oder der Bus, der aus der Haltestelle kommt und sich hinter den PKWs einreihen muss: Die Öffis werden an vielen Stellen im Netz ausgebremst oder stehen im Stau. Darum haben Stadt Wien und Wiener Linien mit dem Grundsatzbeschluss Mitte Februar im Gemeinderat die neue Beschleunigungsoffensive "Mehr Tempo für Bus und Bim" gestartet. Nun werden in einem großangelegten, dienststellen- und betriebszweigübergreifenden Programm 29 Straßenbahn- und 135 Autobuslinien untersucht, um Möglichkeiten zur Beschleunigung zu finden und umzusetzen. Das Ziel: Busse und Straßenbahnen sollen nach Möglichkeit nur mehr an Haltestellen halten. Auf der Strecke sollen sie zügig und ohne Unterbrechung fahren können.
Die Wiener Linien investieren künftig zwei Millionen Euro pro Jahr, um die Öffis auf die Überholspur zu bringen. Dazu werden etwa Ampeln im Sinne der Öffis geschaltet, wie beispielsweise nach dem bereits umgesetzten Modell bei der Linie O in der Fasanstraße, wo die Straßenbahn den Landstraßer Gürtel nun rascher queren kann. Weiters werden Parkspuren an bekannten Falschparker-Hotspots durch breitere Gehsteige und Begrünungen ersetzt. Abbiegespuren oder Fahrspuren für PKW, die sich auf Straßenbahngleisen befinden, werden entfernt, damit die Bim eine eigene Fahrspur hat und schneller vorankommt.
Linie D wird durch Beschleunigung bis zu 6 Minuten schneller
Die ersten großen Maßnahmen werden bereits auf der Linie D umgesetzt. Auf der rund zwölf Kilometer langen Strecke zwischen Favoriten und Nußdorf sind täglich rund 64.000 Fahrgäste unterwegs. Insgesamt sollen über 20 Maßnahmen umgesetzt werden, um die Linie D schneller und zuverlässiger zu machen. Dies sind die zentralen Punkte, die gemeinsam mit Bezirken und Magistraten umgesetzt werden:
- Vorrang für Öffis an Ampeln: Die Ampeln an den Kreuzungen Canettistraße/Arsenalstraße, Schottenring/Börsegasse, Schlickplatz/Maria-Theresien-Straße und Schlickplatz/Hörlgasse/Türkenstraße werden für Öffis auf grün geschaltet. Diese Maßnahmen tragen unter anderem dazu bei, dass die Linie D rasch den Ring queren kann.
- Errichtung einer Einbahnstraße: In der Goldeggasse wird eine Einbahn in Richtung Prinz-Eugen-Straße errichtet, damit PKW nicht mehr links in die Prinz-Eugen-Straße einbiegen (und dadurch die Bim ausbremsen) können.
- Entfernung einer Parkspur: In der Prinz-Eugen-Straße fällt zwischen Goldeggasse und Weyringergasse die Parkspur weg. So werden PKW früher von den Gleisen getrennt und können rascher abbiegen, was für ein flüssigeres Vorankommen für Straßenbahnen und PKW sorgt.
Durch dieses ganze Bündel an Maßnahmen soll die Linie D um bis zu drei Minuten pro Fahrtrichtung schneller werden, in Summe also bis zu sechs Minuten. Das ist eine spürbare Zeitersparnis für Öffi-Fahrgäste.
Beschleunigung für unsere Fahrgäste, Effizienz für alle
Die Wiener Linien investieren künftig zwei Millionen Euro pro Jahr, um die Öffis auf die Überholspur zu bringen. Bereits 2032 wird sich die jährliche Investition gerechnet haben. Denn mit den Beschleunigungsmaßnahmen kommen Fahrgäste nicht nur schneller und zuverlässiger ans Ziel - sie bringen auch Einsparungseffekte mit sich. Denn wenn die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit auf einer langen Linie um nur ein einziges km/h steigt, bewirkt das bereits, dass ein Fahrzeug weniger benötigt wird, um die gleiche Öffi-Leistung anbieten zu können.
Nach der Linie D werden Möglichkeiten zur Beschleunigung auf ähnlich langen Linien und dichten Linien erhoben, wie z.B. bei den Linien 1, 2, 6, 11, 60, 71 oder O. Beim Bus stehen unter anderem die Linien 10A und 66A als erste auf der Agenda.
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