Wien bleibt mobil: trotz starkem Fahrgastrückgang weiterhin dichte Öffi-Intervalle

Wiener Linien passen Fahrpläne an drastische Fahrgastreduktion an und schützen ihre MitarbeiterInnen

Die MitarbeiterInnen der Wiener Linien leisten in diesen Zeiten Großes, um die Stadt weiterhin mobil zu halten. Um diese Mobilität über einen längeren Zeitraum gewährleisten zu können, ist die Gesundheit der MitarbeiterInnen noch einmal wichtiger geworden. Denn ohne FahrerInnen und LenkerInnen können U-Bahn, Bim und Bus auch nicht fahren.

Breites Maßnahmenpaket der Wiener Linien

In den vergangenen Wochen haben die Wiener Linien bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt:

  • Ausschließlich Niederflurstraßenbahnen unterwegs: Bei der Straßenbahn sind ausschließlich Niederflurfahrzeuge mit geschlossener Fahrerkabine unterwegs. Die älteren Hochflurmodelle mit offenem FahrerInnenplatz bleiben in der Remise.
  • Automatisches Öffnen der Türen: Bei den durchgängigen U-Bahn-Zügen auf den Linien U1 bis U4 und bei allen U6-Zügen werden die Türen automatisch geöffnet. Bei Niederflurstraßenbahnen und Bussen werden die Türen automatisch geöffnet, wenn im Fahrzeug ein Haltewunsch bekanntgegeben wurde (Knopf drücken) oder wenn sich in der Haltestelle Fahrgäste befinden. 
  • Gründliche Reinigung: Alle Stationen, alle Fahrzeuge und alle Flächen, mit denen Fahrgäste in Berührung kommen, werden täglich gründlich gereinigt, inklusive Haltegriffe, Haltestangen und Sitzflächen.
  • Sperre der ersten Türe bei Bussen: Zum Schutz unserer BuslenkerInnen ist die erste Tür der Busse gesperrt, außerdem ist im Fahrzeug der Zugang zum LenkerInnenplatz versperrt. Niederflurstraßenbahnen und U-Bahn-Züge verfügen über geschlossene Fahrerkabinen.
  • Durchsagen und Infoscreen-News: In U-Bahn-Zügen und U-Bahn-Stationen erfolgen laufend Durchsagen und Infoscreen-News mit Gesundheits- und Verhaltenstipps, wie man sich und andere schützen kann.

 

Rund 80 Prozent weniger Fahrgäste unterwegs

Aktuelle Fahrgastzählungen ergeben einen Rückgang von rund 80 Prozent. Deshalb wurden die Fahrpläne mit Montag, den 23. März, angepasst. Das öffentliche Leben wurde mit zahlreichen Maßnahmen der Bundesregierung zum Schutz der Gesundheit stark eingeschränkt. Lediglich die unbedingt notwendigen Wege – wie etwa jene zum Arbeitsplatz oder für den Lebensmitteleinkauf – sollen noch gemacht werden.

Diese Maßnahmen wirken sich auch auf die Öffis aus. Denn wer in den vergangenen Tagen mit den Öffis unterwegs war, konnte selbst feststellen, dass die Fahrzeuge so gut wie leer sind. Daher gelten nun diese Maßnahmen:


 

Seit 23. März gilt der Samstags- bzw. Sonntagsfahrplan

  • Von Montag bis Freitag (an Werktagen) sind die Öffis im Fahrplan eines Samstags unterwegs. 

So steht dann von Montag bis Freitag ca. alle fünf Minuten (statt bisher drei Minuten) ein neuer U-Bahn-Zug für die Fahrgäste bereit. Die Linie 31 fährt beispielsweise untertags ca. alle sechs Minuten, die Buslinie 48A ca. alle zehn Minuten.

Bei der Straßenbahn kommen zudem mit der Fahrplananpassung ausschließlich barrierefreie Niederflurfahrzeuge mit Fahrerkabine zum Einsatz.

Die Intervalle des Samstagfahrplans übersteigen den aktuellen Bedarf immer noch um rund 50 Prozent und sorgen damit für genügend Platz in den Fahrzeugen. 

  • Am Wochenende fahren U-Bahn, Bim und Bus wie an einem Sonntag.

 

Wir beobachten die Fahrgastzahlen laufend und passen unsere Maßnahmen an

Wir beobachten unsere Fahrgastzahlen laufend und justieren gegebenenfalls auch nach, damit die Menschen, die unsere Stadt am Laufen halten und dafür auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind, auch weiterhin gut und sicher an ihren Arbeitsplatz kommen.

So kommen z.B. ab sofort auf den Linien 27A, 34A, 67B, 76A, 76B und 79B zusätzliche Verstärkerbusse zum Einsatz. Auch auf den Linien 60 und 62 gibt es am Morgen zusätzliche Fahrten, um das Angebot für Fahrgäste auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz nochmals auszubauen.

Hier finden Sie mehr Information zu den Verstärkerfahrten.


 

Stündliche Nachtbusse bringen Menschen von und zur Arbeit

Am Wochenende haben Busse die Nacht-U-Bahn bereits abgelöst. Auch unter der Woche sind die Nachtbusse unterwegs, um die Mobilität für all jene Menschen sicherzustellen, die in ihren Berufen unverzichtbare Aufgaben erfüllen und dafür sorgen, dass wir gut durch die Krise kommen.


 

Innenstadt-Buslinien 2A und 3A vorübergehend eingestellt

Da durch die Maßnahmen der Bundesregierung kaum mehr Menschen in der Wiener Innenstadt unterwegs und die meisten Geschäfte geschlossen sind, stellen die Wiener Linien den Betrieb der City-Buslinien 2A und 3A mit Samstag, 4. April 2020, vorübergehend ein. 

Mehr Information dazu

Bim-Linie 30 bis auf Weiteres eingestellt

Auch die Straßenbahnlinie 30 ist derzeit nicht in Betrieb.


 

Gesundheits- und Verhaltenstipps: Durchsagen und Infoscreen-News

Die Wiener Linien informieren ihre Fahrgäste in den U-Bahn-Zügen und -Stationen mit Durchsagen bzw. Infoscreen-News über Gesundheitstipps in den Öffis.

Auf Wunsch des Bundes-Einsatzstabes werden zudem laufend Durchsagen in den U-Bahnen gespielt mit der Bitte, Abstand zu anderen Fahrgästen bzw. Öffi-MitarbeiterInnen zu halten.


 

Kundendialog: Auskünfte und Infos via Telefon und E-Mail

Um die persönlichen Kontakte auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren, legen die Wiener Linien im Bereich Kundendialog ihren Fokus auf telefonische und schriftliche Information. Vergangene Woche waren bereits nur noch drei Info- und Ticketstellen besetzt, das Kundenzentrum in Erdberg wurde bereits geschlossen.

  • Mit Samstag, 21. März, wurden auch die Info- und Ticketstellen in den Stationen Reumannplatz, Kagran und Spittelau bis auf Weiteres geschlossen.
  • Die MitarbeiterInnen im Kundendialog sind unter +43 1 7909 100 von Montag bis Freitag von jeweils 6 bis 21 Uhr und an Samstag, Sonn- und Feiertagen jeweils von 8 bis 17 Uhr erreichbar.
  • Tickets sind weiterhin bei den Fahrscheinautomaten in U-Bahn-Stationen oder in Trafiken erhältlich, außerdem einfach und bequem mit der WienMobil-App oder im Online-Ticketshop.


Auf einen Blick: Änderungen im Angebot der Wiener Linien

Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Coronavirus haben auch Auswirkungen auf die Wiener Linien und ihr Angebot. Folgende Services können wir Ihnen derzeit nicht anbieten:

  • Alle Ticket- und Infostellen sowie das Kundenzentrum in Erdberg sind bis auf Weiteres geschlossen. Bitte wenden Sie sich mit Ihren Fragen und Anliegen an unsere MitarbeiterInnen im Kundendialog: Telefon +43 1 7909 100, E-Mail kundendialog@wienerlinien.at
  • Die Straßenbahnlinie 30 ist derzeit nicht in Betrieb. 
  • Die Innenstadt-Buslinien 2A und 3A sind ab 4. April bis auf Weiteres eingestellt.
  • Der Testbetrieb des „auto.Bus – Seestadt“ ist eingestellt.
  • Das Verkehrsmuseum Remise ist bis auf Weiteres geschlossen.
  • Das Infocenter U2xU5 in der U-Bahn-Station Volkstheater ist derzeit ebenfalls geschlossen.
  • Die Auftritte der beliebten U-Bahn-Stars können derzeit ebenfalls leider nicht stattfinden.Die Vienna Ring Tram bleibt bis auf Weiteres in der Remise.

 

Hier finden Sie mehr Information:

Häufige Fragen und Antworten zu Öffis und Coronavirus:

Fragen und Antworten (FAQ)

Seriöse Informationsquellen und Anlaufstellen rund um das Coronavirus:

Service-Links

 

Geändert am: 03.04.2020