Öffi-Paket macht Wien fit für die Zukunft


Neben der Verlängerung der Linie U2 und dem Bau der neuen U5 wird in den nächsten Jahren auch das Straßenbahnnetz erweitert und das Busnetz verbessert.

Ende Juni haben Öffi-Stadträtin Renate Brauner und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou das Öffi-Investitionspaket für das kommende Jahrzehnt präsentiert. Neben der Verlängerung der Linie U2 und dem Bau der Linie U5 wird das Straßenbahnnetz in den nächsten Jahren um rund 18 Kilometer wachsen. Auch das Busnetz wird verbessert.

Strecke für das Linienkreuz U2/U5 fixiert

Noch 2018 wird mit der Verlängerung der U2 ab Rathaus über Neubaugasse (U3), Pilgramgasse (U4) und den Bacherplatz zur S-Bahn-Station Matzleinsdorfer Platz sowie mit dem Bau des ersten Teilstücks der U5 vom Rathaus zum Frankhplatz/Altes AKH begonnen. Bereits Ende 2023 sollen die beiden Neubaustrecken eröffnet werden.

Das U-Bahn-Netz der ZukunftZoom
In Kürze starten die Verhandlungen mit dem Bund zur 5. U-Bahn-Ausbaustufe. In dieser Stufe soll die Linie U5 über den Arne-Carlsson-Park (Spitalgasse/Währinger Straße) und Michelbeuern-AKH (U6) zum Elterleinplatz verlängert werden. In diesem Fall entstehen nach der Eröffnung der ersten U5-Etappe wichtige neue Umsteigeknoten. So soll mit der Station im Bereich Arne-Carlsson-Park einer der größten Straßenbahn-Knoten Wiens mit sieben Linien (5, 33, 37, 38, 40, 41, 42) an die U-Bahn angebunden und das AKH mit einer weiteren U-Bahn-Linie erschlossen werden. Im Rahmen der 5. Ausbaustufe soll auch die U2-Verlängerung über den Matzleinsdorfer Platz hinaus, die Gußriegelstraße und den Wienerberg erschließend, umgesetzt werden.
 

„Das Linienkreuz U2/U5 bringt Entlastung für stark frequentierte Linien, wie U6 und 43er, kürzere Reisezeiten und weniger Umsteigen auch für Pendlerinnen und Pendler“, so Öffi-Stadträtin Renate Brauner. Der Ausbau von U2 und U5 wird Hand in Hand mit dem Ausbau des Bim-Netzes gehen. Die letzten Verlängerungen von U2 und Linie 26 haben gezeigt, wie wichtig neben starken U-Bahn-Wurzeln auch die Äste von Bim und Bus sind, damit ein Öffi-Netz attraktiv bleibt. „Deshalb wird im nächsten Jahrzehnt neben dem Ausbau von U2 und U5 auch ein Investitionspaket in das sechstgrößte Straßenbahnnetz der Welt und Angebotsverbesserungen bei der S-Bahn umgesetzt", so Brauner weiter.

Die Maßnahmen des Öffi-PaketsZoom
„Das Öffi-Paket schafft neue Verbindungen, baut bestehende Linien aus und sorgt für Entlastung wichtiger Öffi-Linien. Bis 2030 werden zwei Millionen Menschen in Wien leben. Damit die Stadtentwicklung mit diesem Wachstum mithalten kann, braucht es neue öffentliche Verkehrsmittel“, erklärt Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. „Besonders wichtig sind neben der neuen U-Bahn der weitere Ausbau des Straßenbahnnetzes und die Optimierung der S-Bahn und des Busnetzes in der Stadt. Die Kombination aus allen Verkehrsmitteln schafft ein kundenfreundliches und attraktives öffentliches Verkehrsnetz", so Vassilakou.
 

Das Investitionspaket in Bus und Bim für das nächste Jahrzehnt:

  • Erschließung Media Quarter Marx (2015): Die Buslinie 80A fährt mit Jahresbeginn 2015 vom Praterstern über die Schlachthausgasse direkt ins Media Quarter.
  • Wienerbergtangente - Buskorridor für den 15A (ab 2017): Ein durchgehender Buskorridor wird deutliche Verbesserungen für die Fahrgäste bringen. Bei entsprechender Stadtentwicklung soll die Bus- zur Straßenbahntrasse für die neue Linie 15 umgebaut werden.
  • Verlängerung Linie O ins Nordbahnhof-Gelände (2018): Erschließung des Stadtentwicklungsgebiets Nordbahnhof
  • Verlängerung Linie D in die Gudrunstraße (2019): Erschließung des Stadtentwicklungsgebiets Hauptbahnhof bis Gudrunstraße
  • Weitere Erschließung von Nord- und Nordwestbahnhof durch Verlängerung der Linie O oder eine neue Linienkombination von 2 und 5
  • Die Linie 67 soll über den Reumannplatz und über Monte Laa zur Siedlung Süd-Ost verlängert werden.
  • Es ist vorgesehen, die Linie 25 durch die Seestadt zur Station U2 Aspern Nord zu verlängern.
  • Donaufeldtangente (Fultonstraße – U1 Kagran) erschließt das Donaufeld und verbindet die Bezirke 21 und 22.

Verbesserungen im Wiener S-Bahn-Angebot

Die S-Bahn ist neben U-Bahn, Straßenbahn und Bus ein zentrales Element des Wiener Öffi-Netzes und soll in den kommenden Jahren attraktiviert werden. Das S-Bahn-System ist sowohl für den PendlerInnenverkehr als auch für den innerstädtischen Verkehr von großer Bedeutung. Die Stadt Wien bekennt sich zu einer permanenten Verbesserung des Wiener S-Bahn-Netzes, zum Beispiel durch kürzere Intervalle oder auch neue Stationen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Stadt Wien mit den ÖBB Gespräche führen.

 

Publiziert am: 26.06.2014 | Geändert am: 08.08.2014