Pilotprojekt: Bremsenergie beleuchtet U-Bahn-Stationen


Jede U-Bahn ist ein kleines "Kraftwerk"

Die Wiener Linien haben in der U2-Station Hardegggasse eine Pilotanlage installiert, mit der die Bremsenergie der Züge noch effizienter genutzt werden soll. Bereits heute wird diese Energie von anderen Zügen zum Anfahren verwendet. Künftig sollen damit auch U-Bahn-Stationen mit Energie versorgt und beispielsweise Rolltreppen, Aufzüge und die Beleuchtung betrieben werden.

Aktuell kann die Bremsenergie nur genutzt werden, wenn eine andere U-Bahn als Abnehmer in der Nähe ist. In der Pilotanlage soll deshalb ein sogenannter Wechselrichter den Gleichstrom der U-Bahn in Wechselstrom umwandeln – diese Energie kann dann für die Stromversorgung der Stationen genutzt werden.

Gemeinsam mit den Wiener Lokalbahnen und gefördert durch den FTI-Innovationsfonds der Wiener Stadtwerke, wird die Pilotanlage ein Jahr lang auf Herz und Nieren geprüft und unter anderem das tatsächliche Energiesparpotenzial erhoben.

Ziel: CO2-Emissionen und Energiekosten reduzieren

"Langfristig wollen wir weniger Energie zukaufen. Dadurch werden wir nicht nur die CO2-Emissionen reduzieren, sondern auch die Energiekosten nachhaltig senken", erklärt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer, der sich mit den Ergebnissen des Testbetriebs eine fundierte Grundlage für weitere Investitionsentscheidungen erwartet.

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