Weltumwelttag: Wiener Linien sind Effizienzmeister

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Forschungsprojekt: Flächeneffizienz als Schlüssel zur Stadt der Zukunft

In einer wachsenden Stadt muss auch das Verkehrsnetz mithalten. Eines aber bleibt konstant: Die vorhandene Fläche. Ein aktuelles Forschungsprojekt der Ressourcenmanagement Agentur und der TU Wien im Auftrag der Wiener Linien liefert konkrete Zahlen darüber, wie effizient Öffis und PKW diese Fläche aktuell nutzen.

„Platz kann man nicht vermehren, deshalb ist es umso wichtiger, ihn gut zu nutzen“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima, die den Ausbau des Öffi-Netzes als Schlüssel für nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität in der Stadt betrachtet:

„Für die Wienerinnen und Wiener bedeuten mehr Öffis nicht nur kürzere Wege, sondern auch bessere Luft und mehr Platz zum Leben“, so Sima anlässlich des Weltumwelttages am 5. Juni.

Öffis sind Effizienzmeister

Rund 41.500 Hektar umfasst das Wiener Stadtgebiet. Sechs Prozent davon nutzt der Individualverkehr, die Öffis beanspruchen hingegen lediglich ein Prozent. Und das, obwohl 39 Prozent aller Strecken in Wien bereits öffentlich zurückgelegt werden (PKW 27 Prozent). Wie viele Personen im Verhältnis zur genutzten Fläche von A nach B gebracht werden, zeigt wie effizient der Platz genutzt wird. Die Wiener Öffis haben hier klar die Nase vorne und sind viermal effizienter, als der Individualverkehr. Die U-Bahn selbst ist der Schlüssel zum Erfolg. Sie hat eine enorme Flächeneffizienz und ist sogar 20 Mal effizienter als der PKW.

„U-Bahn und Bim sind das Rückgrat der städtischen Mobilität. Sie sind nicht nur effizient, sondern auch umweltfreundlich. Wir müssen den Öffis in der Stadt den Platz geben, der ihnen zusteht“, so Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien, der Wien auf einem guten Weg sieht. Rund 900 Personen passen in einen U-Bahn-Zug, bis zu 220 in eine Straßenbahn. Damit auch die Bim im Verkehr gut vorankommt, sind bereits drei Viertel der Straßenbahngleise vom Individualverkehr getrennt – 1990 waren es rund 50 Prozent.

77 Stadtparks für Wien

Wagt man ein Gedankenexperiment, in dem alle Wege in Wien nur noch öffentlich zurückgelegt werden, zeigt sich das Platzpotenzial deutlich: Rund 500 Hektar könnten dann für andere Aktivitäten genutzt werden. Das entspricht rund 77 Mal der Fläche des Stadtparks – oder aber auch 700 Fußballfeldern. Würden andererseits alle WienerInnen nur mit dem Auto fahren, müssten die Verkehrsflächen verdreifacht werden.

„Wien fährt anders. Wir haben bereits einen Modal Split von dem andere Großstädte nur träumen können“, so Sima. „Damit die Wienerinnen und Wiener mit den Öffis auch in Zukunft gut unterwegs sind, gehen die Wiener Linien mit dem Effizienzmeister U-Bahn in die Verlängerung. Schon nächstes Jahr fährt die U1 bis Oberlaa. Mit dem Linienkreuz U2/U5 folgt dann ein Jahrhundertprojekt, das hochfrequentierte innerstädtische Linien entlastet und bessere Verbindungen für alle bringt.“