Schwarzfahrer-Quote bleibt auch 2017 niedrig


Rund 100 Kontrolleure sind bei den Wiener Linien täglich gleichzeitig im Netz im Einsatz. 2017 kontrollierten sie rund 6,8 Millionen Fahrgäste. Davon konnten nur 1,8% keinen gültigen Fahrschein vorweisen. Der Anteil der SchwarzfahrerInnen bleibt damit weiter auf einem niedrigen Niveau von unter 2% (2016: 1,7%). Zum Vergleich: 2009 lag die Schwarzfahrerquote noch bei 3,3%, 2012 waren es 2,7%

SchwarzfahrerZoom

Wer ohne gültiges Ticket erwischt wird, zahlt seit 1. Jänner 105 Euro

Bisher kostete Schwarzfahren 103 Euro. Mit dem Jahreswechsel müssen SchwarzfahrerInnen 105 Euro bezahlen. Bisher musste binnen drei Tagen bezahlt werden, sonst erhöhte sich der Betrag automatisch auf 134 Euro. Bei Bezahlung innerhalb von zwei Wochen beläuft sich die Mehrgebühr nun auf 115 Euro. Wird der Betrag erst später beglichen, fallen ab sofort 142,40 Euro an.

„Wer schwarzfährt, handelt auch all jenen gegenüber unfair, die sich ein Ticket kaufen“, so Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl. „Klar ist auch: SchwarzfahrerInnen stellen wir unser teuerstes Ticket aus.“

Wiener Fahrgäste zählen zu den ehrlichsten in Europa

Im internationalen Vergleich schneidet Wien mit seiner niedrigen Schwarzfahrerquote sehr gut ab. So kommt etwa Hamburg auf 3,5% und Berlin auf 4%. In Paris sind sogar rund 5% ohne Fahrschein unterwegs. Die laufenden Investitionen in das Öffi-Netz und das europaweit unvergleichliche Preis-Leistungsverhältnis bewirken, dass fast alle Fahrgäste mit einem gültigen Ticket unterwegs sind.