Greener Linien: U-Bahn-Station Spittelau wird „cool“


Im Kampf gegen Hitzeinseln: Vorplatz Spittelau wird kühle Grün-Oase

Bäume, grüne Inseln, Trinkbrunnen, Sitzmöglichkeiten und eine WienMobil-Station 

Auf dem Weg zur Klimamusterstadt investiert Wien intensiv in Cooling-Projekte in verschiedenen Grätzeln. So werden pro Jahr zehn städtische Fassaden begrünt. Denn: Großflächige Begrünungen sind neben der Forcierung des öffentlichen Verkehrs ein wichtiger Baustein, um die Entstehung von Hitzeinseln zu verhindern. Insgesamt gibt es in Wien bereits 150 begrünte Häuser. 

Weg mit dem Asphalt, her mit der Natur: 26 neue Bäume und über 4.600 Sträucher laden zum Verweilen

Als eine der "Greener Linien"-Maßnahmen wurde nun die Fassade der U-Bahn-Station Spittelau in eine vertikale Blumenwiese verwandelt (siehe Titelbild). Die Kombination aus verschiedenen Büschen, Stauden und Kräutern ist nicht nur schön anzusehen, sondern verbessert auch das Mikroklima.

Umweltstadträtin Ulli Sima über das Projekt:
„Die Begrünung filtert Schadstoffe aus der Luft, verhindert die Bildung von Hitzeinseln und trägt auf diese Weise aktiv zum Klimaschutz bei. Die Begrünung der Fassade ist erst der Auftakt. In den kommenden Monaten wird der gesamte Vorplatz neu gestaltet: Beton wird aufgebrochen, Bäume und Sträucher werden gesetzt – der Alsergrund wird mit diesem Projekt enorm aufgewertet.“

Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien, ist sichtlich stolz:
„Unter dem Motto ‚Greener Linien‘ haben wir uns zum Ziel gesetzt, Wien noch klimafreundlicher zu machen. Darum haben wir besonders darauf geachtet, klimafeste und robuste Pflanzen für die grünen Naturinseln am Vorplatz und für die Fassade auszuwählen. Wichtig war es uns auch, möglichst viele schattenspendende Bäume zu pflanzen.“

Der neu gestaltete Platz: eine kühle Oase mit viel Grün. Rendering: Mossburger/OLN – office le nomadeZoom

Die Bauarbeiten beginnen im Juni. Bereits im Herbst 2020 soll der fast 4.000 m2 große Platz zwischen der U-Bahn-Station Spittelau und der Wien Energie Welt in neuem grünem Glanz erstrahlen.

Insgesamt werden über 4.600 Sträucher, Gräser und Kräuter gesetzt.

Viele neue Sitzmöbel, eine Citybike-Station und 26 schattenspendende Felsenbirnen-, Buchen- und Kieferbäume werden zum entspannten Verweilen einladen.

 
Kühle grüne Inseln laden zum Verweilen und Chillen ein. Rendering: Mossburger/OLN – office le nomadeZoom

Photovoltaik-Module kühlen bei Tag und leuchten in der Nacht

Ein cooles Highlight werden die speziellen Photovoltaik-Module: Sie spenden tagsüber Schatten, integrierte Nebeldüsen sorgen an heißen Sommertagen für noch mehr Abkühlung.

Mit der gespeicherten Sonnenenergie leuchten die Module in den Abend- und Nachtstunden den Gehweg hell aus. Damit soll das Sicherheitsgefühl zusätzlich gesteigert werden.

Ulli Sima schwärmt vom neuen Vorplatz:
„Es werden über 100 Radständer errichtet. Wer will, kann bei der WienMobil-Station unterschiedliche Fahrzeuge ausleihen oder einfach gemütlich in der grünen Oase sitzen. Damit schaffen wir einen coolen neuen Treffpunkt für die BewohnerInnen im Alsergrund.“

Alsergrund-Bezirksvorsteherin Saya Ahmad freut sich:
„Die Begrünung wird dem Platz einen völlig neuen Charme verleihen. Wir freuen uns sehr über dieses coole Projekt in unserem Bezirk. Es kann nie genug CO2-Schlucker und Schattenspender in unserem Bezirk geben.“

Viel Platz für FußgängerInnen und RadfahrerInnen

Der Platz ist das Tor zum Donaukanal. Demensprechend viele RadfahrerInnen kommen hier vorbei. Ein Bodenmuster markiert die Eingangsbereiche und schützt so die Öffi-Fahrgäste.

Geplant ist auch eine WienMobil-Station. Damit werden Öffis auf komfortable Weise mit verschiedensten Services und Sharing-Angeboten kombiniert. Neben einer Radservicestation wird es Citybikes, Moped- und Carsharing geben.

 

Wir wollen die lebenswerteste Stadt der Welt bleiben!

Wien belegt im jüngsten "The World's 10 Greenest Cities 2020"-Ranking Platz 1. Die Öffis leisten einen wesentlichen Beitrag dazu.

Umwelt- und Öffi-Stadträtin Sima erklärt:
„Wir ruhen uns auf dem Erfolg aber nicht aus! Deshalb bauen wir laufend die Öffi-Infrastruktur aus und setzen überall, wo es möglich ist und Sinn macht, Begrünungsprojekte um. Wir ermöglichen damit nicht nur klimafreundiche Mobilität, sondern achten auch darauf, zusätzliche Grünoasen zu schaffen, damit Wien weiterhin die lebenswerteste Stadt der Welt bleibt.“

Hier finden Sie mehr Umweltfakten zu den Greener Linien:

www.wienerlinien.at/oekologie


Titelbild, von links nach rechts: Ulli Sima (Öffi-Stadträtin), Saya Ahmad (Bezirksvorsteherin 9. Bezirk), Günter Steinbauer (Geschäftsführer Wiener Linien).

 

Publiziert am: 28.05.2020