Sonnenstrom für U-Bahn-Station Ottakring


Solarzellen auf Dach der U-Bahn-Station produzieren Strom aus Sonnenenergie

Es begann im Herbst 2019 als Pilotprojekt und entwickelte sich zu einer "strahlenden" Erfolgsgeschichte: 2019 installierte die Wien Energie erstmals spezielle Photovoltaik-Folien – also Folien, mit denen Sonnenlicht in elektrische Energie umgewandelt wird – auf dem Dach der U-Bahn-Station Ottakring.

Das Besondere daran: Im Gegensatz zu herkömmlichen Photovoltaik-Anlagen (abgekürzt: PV) sind diese Folien fünfmal leichter.

Und das Tolle an dem Projekt: Der Strom, den die Folien erzeugen, wird direkt in der Station verwendet: Er treibt Rolltreppen und Aufzüge an und sorgt für Beleuchtung in der U-Bahn-Station.

Greener Linien: Anlage deckt bis zu 50 % des Strombedarfs der Station

Nach einem halben Jahr kann sich die erste Bilanz sehen lassen: Die PV-Anlage produziert derzeit 14 Stunden Energie am Tag. Damit können die Wiener Linien in den Mittagsstunden bereits 50 Prozent des Energiebedarfs der gesamten Station Ottakring deckten.

Öffi- und Umweltstadträtin Ulli Sima, am Sonntag, dem 3. Mai:

"Heute ist nicht irgendein Sonntag, sondern Tag der Sonne! Wir sind stolz darauf, dass wir ihre Energie täglich nutzen können und so dafür sorgen, dass unsere Stadt noch klimafreundlicher wird. Schon jetzt sind die Öffis für nur 1% des Fußabdruckes Wiens verantwortlich."

Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien:

"Mit diesem Pilotprojekt testen wir neueste Technologien, um noch mehr Energie zu sparen. Da die Sonne uns keine Rechnung schickt, ist der Strom nicht nur gut fürs Klima, sondern auch fürs Börserl."

Das Pilotprojekt wird von der EU mit dem Projekt EfficienCE gefördert. In den kommenden eineinhalb Jahren werden die gewonnenen Daten der Photovoltaik-Folien genau aufgezeichnet und analysiert.