Autonomer E-Bus wieder unterwegs

Datenanalyse ergab: Bus reagierte richtig und blieb sofort stehen

Volle Aufmerksamkeit im Straßenverkehr gefordert

Nachdem am vergangenen Donnerstag eine Person mit Kopfhörern in den Ohren und aufs Handy schauend seitlich in den autonomen Bus gelaufen war, liegen nun die Ergebnisse der Datenanalyse vor. Demnach reagierte der autonome Bus völlig korrekt und leitete, wie vorgesehen, einen Notstopp ein, als die Person von den Bussensoren erkannt wurde.

Die E-Busse sind mit 2D- und 3D-LiDAR-Sensoren ausgestattet, um die Umgebung permanent hinsichtlich potentieller Hindernisse – bewegliche wie Fußgänger und permanente wie falsch geparkte Autos – zu scannen.

Innerhalb von gerade einmal 1,6 Sekunden kam der Bus zum völligen Stillstand. Da die Person aber auch während des Notstopps ihren Weg fortsetzte, war der Zusammenstoß nicht zu vermeiden. Glücklicherweise kam es aufgrund der niedrigen Geschwindigkeit nur zu leichten Abschürfungen.

„Der Bus hat genau so reagiert, wie er sollte. Er erkannte die Person als bewegliches Hindernis und führte sofort einen Notstopp durch. Sämtliche Kontroll- und Sicherheitsmechanismen haben einwandfrei funktioniert, deshalb wird ab morgen, 24. Juli, der Fahrgasttestbetrieb fortgesetzt“, so das Projektteam auto.Bus – Seestadt.

Aufmerksamkeit im Straßenverkehr wichtig

Im Straßenverkehr ist von allen Verkehrsteilnehmern stets die volle Aufmerksamkeit gefragt. Eine kurze Unachtsamkeit, wie etwa ein Blick aufs Handy, genügt bereits, um sich selbst und andere in eine gefährliche Situation zu bringen.

Deshalb appellieren die Wiener Linien: Vermeiden Sie gefährliche Situationen, indem Sie im Straßenverkehr auf Handy und Kopfhörer verzichten. Denn weder der aufmerksamste Fahrer noch die ausgefeilteste Technik können immer zeitgerecht eingreifen und einen Unfall verhindern.

Seit 6. Juni 2019 sind die zwei autonomen E-Busse werktags in den Vormittags- und Mittagsstunden entlang der mehr als zwei Kilometer langen Strecke rund um die U2-Station Seestadt unterwegs. Bei durchschnittlich insgesamt 13 Fahrten pro Einsatztag drehten bisher rund 1.500 Fahrgäste eine oder gleich mehrere Runden in den zehnsitzigen Bussen. Knapp 900 Kilometer haben die Fahrzeuge bereits erfolgreich abgespult.

 

Publiziert am: 23.07.2019