Ein Jahr U-Bahn-Stars – 6.000 Mal Good Vibrations

Erfolgsmodell an derzeit sechs Standorten im Wiener U-Bahn-Netz

Valiente, Ulli Sima, Alexandra Reinagl, Isaac ThompsonZoom

Positives Feedback der Fahrgäste

Seit einem Jahr sind die U-Bahn-Stars ein fester Bestandteil im Wiener U-Bahnnetz. Zuerst nur am Westbahnhof, heute sind es insgesamt sechs Standorte.

Erst vor wenigen Wochen wurde in der Station Spittelau ein neuer Standort eröffnet. "Die U-Bahn-Stars haben sich vom Pilotprojekt zu einer echten Erfolgsstory entwickelt.

6.000 Auftritte haben seit dem Start für Unterhaltung und eine angenehme Atmosphäre und Wohlbefinden bei den Fahrgästen gesorgt", sagte Öffi-Stadträtin Ulli Sima am Mittwoch bei einem Medientermin am Westbahnhof anlässlich des 1. Geburtstages.

Mittlerweile umfassen die Wiener U-Bahn-Stars 40 KünstlerInnen aus 14 verschiedenen Ländern. Zwölf unterschiedliche Instrumente - von der klassischen Gitarre bis zur "Hangdrum" - kommen dabei zum Einsatz.

"Das Feedback der Fahrgäste ist sehr positiv. Die KünstlerInnen sorgen mit ihren Auftritten für eine angenehme Atmosphäre und gute Stimmung in den Stationen. Wir freuen uns, dass Musik in der U-Bahn so positiv angenommen wird", ergänzte Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien.

CD-Produktion im Herbst am neuen Flagship-Campus des Medieninstituts SAE Wien

Für Herbst ist die Produktion einer eigenen CD der U-Bahn-Stars geplant. Ein Best-of der Künstlerinnen der Wiener U-Bahn sozusagen. Produziert wird die CD am neuen europäischen Flagship-Campus des Medieninstituts SAE im 1. Bezirk.

„Die U-Bahn-Stars-Compilation wird eines der ersten großen und spannenden Projekte sein, das wir in den Studios am neuen Campus umsetzen werden. Es ist ein weiterer Schritt, unser neues Campus-Konzept, das eine intensive Vernetzung mit der Wiener Musik-, Kultur- und Kunstszene vorsieht, lebendig zu gestalten“, sagt Christian Ruff, Geschäftsführer der SAE Austria GmbH und Campus-Manager der SAE Wien.

KünstlerInnen nutzen die U-Bahn als Bühne

Auch die KünstlerInnen profitieren vom Projekt. Einerseits wächst die Akzeptanz gegenüber StraßenmusikerInnen. NachwuchkünsterlerInnen bekommen außerdem eine erste große Bühne, passieren doch jeden Tag zehntausende Menschen die großen U-Bahn-Stationen. Dass die U-Bahn-Stars auch außerhalb der Stationen an Bekanntheit gewinnen, für Auftritte gebucht werden und auch zu Studioaufnahmen bis nach London eingeladen werden, sind weitere positive Nebeneffekte. Erste Studioaufnahmen und CD-Präsentationen hat es bereits gegeben.

Derzeit treten die U-Bahn-Stars in den Stationen Westbahnhof, Karlsplatz, Praterstern, Stephansplatz, Schwedenplatz und Spittelau zwischen 15 und 23 Uhr auf. Vorbild für das Projekt sind Metropolen wie London oder New York, wo schon seit längerem MusikerInnen ausgewählt werden, die dann in verschiedenen U-Bahn-Stationen spielen.