Sicherheits-MitarbeiterInnen testen Bodycams

Zweimonatiger Testbetrieb, ab Ende des Jahres im Einsatz

SicherheitsdienstmitarbeiterInnen mit Alexandra Reinagl, Ulli Sima und Michael LudwigZoom

Die Wiener Linien rüsten ihre Sicherheitsdienst-MitarbeiterInnen mit Bodycams aus. Bereits Ende des Jahres sollen die Kameras zum Einsatz kommen. Ab Ende Juni startet dazu ein rund zweimonatiger Testbetrieb.

Die Bodycams sorgen für eine weitere Erhöhung der Sicherheit. Denn sie wirken sowohl präventiv abschreckend als auch deeskalierend. Das haben die Erfahrungswerte anderer Unternehmen klar gezeigt.

Zur Herstellersuche startete eine mehrstufige Ausschreibung. Zeitgleich testen die Wiener Linien die unterschiedlichen Modelle hinsichtlich Handhabung, Aufnahmequalität und Auswertung. Die Erfahrungswerte aus dem Testbetrieb fließen dann in die Entscheidungsfindung ein.

Andere Unternehmen, wie etwa die ÖBB oder auch die Polizei, haben bereits positive Erfahrungen mit dem Einsatz von Bodycams gemacht. Neben der präventiven und deeskalierenden Wirkung erfüllen die Aufnahmen eine wichtige Dokumentationsfunktion. Im August soll die Ausschreibung abgeschlossen sein und die Bestellung erfolgen.

Seit August 2017 zeigen die derzeit rund 60 MitarbeiterInnen des Wiener-Linien-Sicherheitsdiensts Präsenz im Netz und sorgen dafür, dass die Hausordnung eingehalten wird. Bis Ende 2019 werden rund 120 Sicherheits-MitarbeiterInnen gut sichtbar für die Fahrgäste unterwegs sein.

„Die Rückmeldungen zu unserem Sicherheitsdienst sind sehr positiv. Uns ist sehr wichtig, dass sich unsere Fahrgäste bei uns sicher und wohl fühlen“, so Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl.

 


Sicherheitsteam: Die Hausordnung im Blick

Seit dem Start des Sicherheitsdienstes der Wiener Linien haben MitarbeiterInnen rund 10.000 Fahrgäste angesprochen – in rund der Hälfte der Fälle, weil die Hausordnung nicht eingehalten wurde. Abseits der Hausordnung wurde das richtige und sichere Verhalten im Zusammenhang mit den Öffis angesprochen – beispielsweise, dass der Transport von Fahrrädern auf der Rolltreppe aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt ist.

Am häufigsten machten die Sicherheitsteam-MitarbeiterInnen auf das Verbot von Fahren am Bahnsteig mit Fahrrädern, Scootern, Skateboards usw. aufmerksam, gefolgt von Hunden ohne Maulkorb oder Leine sowie Betteln. Weitere Themen waren der verbotene Konsum von Alkohol, Lärmen und Rauchen.

Laufender Ausbau der Videoüberwachung

Neben der Präsenz der Sicherheitsteam-MitarbeiterInnen sorgt auch die Videoüberwachung in den Stationen und Fahrzeugen für mehr Sicherheit in den Öffis. Aktuell liefern bereits rund 12.500 Kameras im ganzen Netz Bilder, die im Fall der Fälle von der Polizei ausgewertet werden können.

Damit tragen die Wiener Linien immer wieder einen wichtigen Beitrag zur hohen Aufklärungsquote bei. In allen 109 U-Bahnstationen und im Großteil der Züge gibt es bereits Videoüberwachung, der weitere Ausbau in Straßenbahnen läuft. Heuer werden insgesamt rund 900.000 Euro in neue Videoanlagen für rund 1.600 neue Kameras investiert.

 

Publiziert am: 01.06.2018