Achtmal täglich blockierten Falschparker die Öffis


Oft sind es nur wenige Zentimeter, die bei hunderten Fahrgästen für viel Ärger sorgen. Bis zu 40 Minuten kann es dauern, bis Straßenbahn oder Autobus an einem Falschparker vorbeikommen. Doch das muss nicht sein.

Einer der Falschparker-Hotspots wurde jetzt erfolgreich entschärft. Entlang der Kreuzgasse in Währing gibt es seit 2017 zwischen Klostergasse und Lacknergasse ein Park- und Halteverbot. Für die Straßenbahnlinien 9 und 42 bedeutet das seitdem „freie Fahrt“. Die Zahlen sprechen für sich: 2016 wurden die beiden Linien 51 Mal an der Weiterfahrt gehindert, im vergangenen Jahr nur noch achtmal.

Falschparker sind sowohl für FahrerInnen als auch für Fahrgäste ein ganz besonderes Ärgernis, denn ihnen bleibt nichts anderes übrig, als zu warten, bis der Weg wieder frei ist. Halte- und Parkverbote an neuralgischen Stellen sorgen hingegen für pünktliche Öffis.

Disziplin der Lenkerinnen und Lenker lässt wieder nach

Rund 3.000 Falschparker wurden im vergangenen Jahr gezählt. Das bedeutet, dass Bim und Bus durchschnittlich achtmal am Tag warten mussten. 2016 waren es fast 2.300 Falschparker, 2010 waren es noch 3.600.

Das Blockieren der Öffis kostet nicht nur viele Nerven, sondern auch viel Geld. Neben einer Verwaltungsstrafe sind auch die Kosten für den Feuerwehreinsatz oder Abschleppdienst zu tragen, sowie die Überstunden des notwendigen Personals. So können Kosten von mehreren hundert Euro zusammenkommen.

Wer richtig direkt neben Gleiskörpern parken möchte, muss sicherstellen, dass die Betonplatte, auf denen die Gleise liegen, frei bleibt. Auch die Seitenspiegel sollten eingeklappt werden! Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der wartet einfach eine Straßenbahn-Garnitur ab.

Weitere Falschparker-Hotspots  

Neben der Kreuzgasse, wo es mehrere Problembereiche gibt, sind die Döblinger Hauptstraße und auch die Linie 5 im Bereich Kaiserstraße/Blindengasse sowie die Linien 40 und 41 in der Währinger Straße und die Linie 60 (Geßlgasse) häufig von Falschparkern betroffen. 

 

Publiziert am: 12.02.2018