Gesamtprojekt

Der Zukunft voraus

Mit dem „Fachkonzept Mobilität“ plant die Stadt für die Zukunft: Das Linienkreuz U2/U5 ist ein wichtiger Teil des Öffi-Pakets und als langfristige Option des U-Bahn-Ausbaus bereits seit 2003 in Diskussion. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Variante das Öffi-Netz optimal ergänzt und Verbesserungen für den gesamten Großraum Wien mit sich bringt.

Mehr Komfort für alle

Jeder dritte Fahrgast der Wiener Linien ist im Einzugsbereich von 13A, 43, 6, U6 und U3 unterwegs. Der Ausbau der U2 und die neue U5 werden gerade diese Linien enorm entlasten und einen höheren Komfort für alle Fahrgäste bringen. Am Matzleinsdorfer Platz entsteht zusätzlich zum Bahnhof Meidling und dem Hauptbahnhof ein dritter Umsteigknoten von der S-Bahn zur U-Bahn. Dadurch wird sich der Fahrgaststrom gleichmäßiger auf das gesamte Netz der Wiener Linien verteilen.

Lückenschluss im Zentrum

Nach großen Stadtentwicklungsprojekten, wie die U2-Verlängerung nach Aspern und der U1-Verlängerung nach Oberlaa, erfolgt mit dem Linienkreuz U2/U5 ein wichtiger Lückenschluss im innerstädtischen U-Bahn-Netz.  Denn wir wollen die Menschen nicht nur ins Zentrum, sondern dort auch gut an ihr Ziel bringen. Damit auch zu Stoßzeiten genug Platz ist und Wien weiter wachsen kann.

Urbane Mobilität auf Schiene

Eine klimafreundliche urbane Mobilität ist der Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft in der Stadt. Wien geht hier seit Jahrzehnten einen konsequenten Weg: Um die Öffis noch attraktiver zu machen, wird laufend in das Netz investiert, Intervalle verdichtet, bestehende Strecken verlängert und neue Verbindungen geschaffen. Mit Erfolg: Heute gibt es in Wien mehr Jahreskarten als zugelassene Autos.

Vom Plan zur U-Bahn

Dezember 2015 – April 2017: Hauszustandsfeststellungen & Kellerbegehungen
Um einen sicheren und reibungslosen Bauablauf sicherstellen zu können, wurden Bauart, Tiefe und Zustand der Fundamente vor Beginn des U-Bahnbaus erhoben. Auf Basis dieser Informationen wird die Statik des Gebäudes nachberechnet. Sollte sie nicht den aktuellen Standards entsprechen, wird das Fundament auf Kosten der Wiener Linien nachgebessert. Das ist nicht nur eine wichtige Investition in die Sicherheit, sondern geht auch mit einer nachhaltigen Substanzverbesserung des jeweiligen Gebäudes einher.

Sommer 2017
Ende Mai übernahmen die Wiener Linien das Planungsprojekt von der MA18 – Stadtplanung und Stadtentwicklung für die weitere Detailplanung und Baudurchführung.

ab Herbst 2017:

Aussendung der Verträge
Mit der Übermittlung der Verträge und/oder Vereinbarungen über die erforderliche Grundbeanspruchung wird Ihnen auch ein Notar in der Nähe Ihrer Liegenschaft für die Vertragsunterzeichnung vorgeschlagen.

Informationsveranstaltungen für EigentümerInnen
Nachdem Sie Ihren Vertrag und/oder Ihre Vereinbarung erhalten haben, laden wir sie herzlich ein, an einer weiteren Informationsveranstaltung teilzunehmen.

ab 2018:

Einbautenumlegungen
Vor Baubeginn müssen in den Bereichen der künftigen Stationen und Notausstiege Gas-, Wasser-, Strom- und Telekommunikationsleitungen verlegt werden. Die Arbeiten erfolgen durch die jeweiligen Stellen (z.B. Wiener Netze, Telekom, Wiener Wasser). AnrainerInnen werden über die Arbeiten mittels Hausaushang informiert.

Beginn erster Fundamentverbesserungen
Die Fundamente müssen vor der Untertunnelung den aktuellen Standards und Normen entsprechen. Ist dem nicht der Fall, wird je nach Zustand und Art des Fundaments z.B. eine Fundamentplatte hergestellt oder das bestehende Fundament vertieft oder verbreitert. Diese wichtigen Vorarbeiten gehören zu den ersten Baumaßnamen und werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2018 starten. Da der Tunnelvortrieb am Matzleinsdorfer Platz startet, werden diese Arbeiten vorerst insbesondere Liegenschaften im 5. Bezirk betreffen.

Hauszustandsfeststellungen
Auch der Zustand der Häuser und aller Wohnungen wird von autorisierten ZivilingenieurInnen schriftlich und fotografisch sorgfältig aufgenommen. Eventuell später auftretende Schäden können so eindeutig zugeordnet und behoben werden.

Brunnenarbeiten
Um den Untergrund für den Tunnelbau vorzubereiten, muss das Grundwasser während der Bauarbeiten entspannt oder geringfügig abgesenkt werden. Dazu werden entlang der Trasse Brunnenanlagen errichtet.

Prognostizierter Baubeginn
Der tatsächliche U-Bahn-Bau kann voraussichtlich Ende 2018 im Bereich Matzleinsdorfer Platz und Pilgramgasse beginnen. Die Arbeiten rund um alle weiteren Stationen beginnen frühestens Mitte 2019.

Eröffnung
Frühestens 2024 wird der erste Abschnitt der neuen U5 bis Frankhplatz feierlich eröffnet. Der U2-Südast bis Matzleisdorfer Platz wird rund zwei Jahre später folgen.

 

Sondieren und Vorbereiten

Von geologischen Grundvoraussetzungen über bereits bestehende Keller und Kanalsysteme bis hin zu archäologischen Funden: Bevor mit dem Bau einer neuen U-Bahn begonnen werden kann, gibt es viele Dinge zu berücksichtigen. Auch die Fundamente der Häuser im näheren Umfeld der Trasse werden genau untersucht, um gegebenenfalls erforderliche Sicherungsmaßnahmen zeitgerecht durchführen zu können.

Probebohrungen

Schon während der generellen Planung wurden erste Probebohrungen entlang der geplanten U-Bahn-Trasse durchgeführt. Der Untergrund wurde genau untersucht und die geologischen Bedingungen und das Grundwasservorkommen dokumentiert. Diese Bohrungen fanden im öffentlichen Raum statt und werden von der MA 29 (Brückenbau und Grundbau) durchgeführt. Die Ergebnisse fließen in die Planung mit ein und bilden die Grundlage für die genaue Trassenlage, Tiefe und Bauweise.

Kellerbegehungen und Fundamentuntersuchungen

Die Wiener Linien müssen vor Baubeginn nachweisen, dass die Fundamente aller Häuser im Bereich der Trasse (je nach Tiefe ca. 30 Meter links und rechts der künftigen Tunnel) den aktuellen Normen und Standards entsprechen.
Bei Neubauten sind Informationen zum Fundament im Bauakt vermerkt. Anders verhält es sich bei Gebäuden, die vor dem zweiten Weltkrieg oder in der unmittelbaren Nachkriegszeit errichtet wurden. Hier sind meist gar keine oder nur unzureichende Unterlagen vorhanden. Darüber hinaus wurden die geltenden Normen unlängst geändert und an den aktuellen Stand der Bautechnik angepasst.

Um einen sicheren und reibungslosen Bauablauf sicherstellen zu können, müssen deshalb Bauart, Tiefe und Zustand der Fundamente vor Beginn des U-Bahnbaus erhoben werden. Auf Basis dieser Informationen wird die Statik des Gebäudes nachberechnet. Sollte sie nicht den aktuellen Standards entsprechen, wird das Fundament auf Kosten der Wiener Linien nachgebessert. Das ist nicht nur eine wichtige Investition in die Sicherheit, sondern geht auch mit einer nachhaltigen Substanzverbesserung des jeweiligen Gebäudes einher.

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Hauszustandsfeststellungen

Bei den Hauszustandsfeststellungen wird der Zustand des Hauses von autorisierten ZivilingenieurInnen schriftlich und fotografisch sorgfältig aufgenommen. Eventuell später auftretende Schäden können so eindeutig zugeordnet und behoben werden. Begonnen wird mit den allgemeinen Bereichen, wie Keller, Stiegenhaus und Dachboden.

Ab 2018 werden auch alle Wohnungen begangen und ihr Zustand dokumentiert. Dadurch sind auch Sie als EigentümerInnen abgesichert, sollte es widererwarten zu Schäden kommen. Denn selbstverständlich haften in so einem Fall die Wiener Linien.

Die Dokumentierung des Hauszustandes findet möglichst zeitnah zur tatsächlichen Untertunnelung statt. Je nach Bauabschnitt werden diese Begehungen deshalb auch erst in den 2020er-Jahren stattfinden

Wir bitten Sie, den von uns beauftragen Firmen und Zivilingenieuren vertrauensvoll entgegenzukommen und sie bei ihren wichtigen Arbeiten zu unterstützen.

StationenZoom

Bessere Verbindungen durch neue Stationen

Neue Stationen und neue Aufgänge ermöglichen in Zukunft noch bessere Verbindungen und kürzere Fahrzeiten. Die Stationen Rathaus, Neubaugasse und Pilgramgasse werden zu Kreuzungspunkten von jeweils zwei U-Bahn-Linien. Am Matzleinsdorfer Platz entsteht zusätzlich zum Bahnhof Meidling und dem Hauptbahnhof ein dritter Umsteigeknoten im Süden von der S-Bahn zur U-Bahn. Auch die Stationen Frankhplatz und Reinprechtsdorfer Straße werden gut an das bestehende Bus- und Straßenbahnnetz angebunden.

 

Die neuen Stationen im Überblick

U5-Station Frankhplatz

Am Frankhplatz entsteht die erste U5 Station als Neubau. Der nördliche Stationszugang befindet sich in der Schwarzspanierstraße westlich der Garnisongasse. Auf der Südseite im Bereich der Kreuzung Landesgerichtsstr./Frankhpl./Universitätsstr. sind über eine Zwischenpassage drei Ausgänge mit Anbindung an die Straßenbahnlinien 43 und 44 vorgesehen, die den Wienerinnen und Wienern voraussichtlich während der gesamten Bauzeit zur Verfügung stehen werden.

Anschluss U2 im Bereich Schottentor - Universität

Der neue U-Bahntunnel der U2 beginnt etwa 200 Meter nach dem Schottentor. Es sind dafür an der U2-Station Schottentor keine Umbauten notwendig. Die neue U5-Stationen Rathaus, Frankhplatz und Arne-Carlsson-Park (2. Baustufe) werden die Fahrgastfrequenz der Station Schottentor etwa um etwa ein Drittel reduzieren und damit diesen Umsteigeknoten auch ohne bauliche Maßnahmen deutlich entlasten.

U2/U5-Station Rathaus

Bei der Station Rathaus wird die U5 die Bahnsteige der derzeitigen U2 nutzen. Die neue U2-Station wird darunter entstehen. Der südliche Zugang Stadiongasse zu einem künftigen U5-Bahnsteig bleibt erhalten. Die bestehenden U2-Stationszugänge Landesgerichtsstraße/Lichtenfelsgasse werden so ausgebaut, dass von hier beide Linien erreichbar sein werden. Ein zusätzlicher U2-Zugang wird bei der Josefstädter Straße/Landesgerichtsstraße errichtet. Er bindet die Straßenbahnlinie 2 direkt an, die den Fahrgästen auch während der gesamten Bauzeit zur Verfügung stehen wird.

U2/U3-Station Neubaugasse

Eines der Highlights des Projektes: Sie wird nicht nur die tiefste Station (rund 35m), sondern nach der Station Stephansplatz auch die zweit-frequentierteste Station im Wiener U-Bahn-Netz. Neue Aufgänge entstehen im 7. Bezirk zur Mariahilfer Straße und in der Kirchengasse beim Siebensternplatz.

U2/U4-Station Pilgramgasse

Die U2 wird hier unter dem Wienfluss und der U4 queren und die Station Pilgramgasse zu einem neuen wichtigen Umsteigeknoten machen. Der bestehende Aufgang Pilgrambrücke bleibt unter Rücksichtnahme auf den denkmalgeschützte Otto-Wagner-Bau erhalten und wird über ein Zwischengeschoss den Zugang zur U2 ermöglichen. Die U2 wird von beiden Seiten des Wienflusses erreichbar sein. Im Bereich Sonnenhofgasse (5. Bezirk) und in der Hofmühlgasse (6. Bezirk) entstehen neue Aufgänge.

U2-Station Reinprechtsdorfer Straße

Der nördliche Ausgang ist in der Spengergasse im Bereich Bacherpark, dort befindet sich auch die Verknüpfung mit der Busline 59A. Der zweite Aufgang am südlichen Stationsende liegt in der Siebenbrunnengasse und orientiert sich zur Reinprechtsdorfer Straße und zum Siebenbrunnen Platz, wo die Fahrgäste in die Buslinie 14A umsteigen können.

U2-Station Matzleindsdorfer Platz

Diese Station wird neben dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Meidling zu einem dritten Umsteigeknoten im Süden Wiens von der S-Bahn zur U-Bahn und zur bestehenden Ustrab-Station (Linien 1, 6, 18 und 62, Wiener Lokalbahn) Neue Aufgänge werden im 10. Bezirk in der Gudrunstraße und im 5. Bezirk am Matzleinsdorfer Platz bei der Reinprechtsdorfer Straße entstehen.

Häufige Fragen

Warum braucht Wien so große Öffi-Projekte?
Wien ist eine wachsende Stadt, deshalb muss auch das Öffi-Angebot vorausschauend ausgebaut werden. Aktuell ist das „Öffi-Paket“ von 2014 die Grundlage und legt U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn-Ausbauprojekte für die nächsten 15 Jahre fest. Das Linienkreuz U2/U5 ist ein wichtiger Teil davon.

Wie wird entschieden wo und wie das Öffi-Netz ausgebaut wird?
Die Stadtplanung analysiert gemeinsam mit den Wiener Linien das öffentliche Verkehrsnetz Wiens und sammelt Überlegungen zum weiteren Netz-Ausbau (Netzanalyse). Ideen und Vorschläge werden in Machbarkeitsstudien und Variantenstudien genauer untersucht und dadurch zu konkreten Projekten. Zahlreiche Untersuchungen haben so gezeigt, dass das Linienkreuz U2/U5 das Öffi-Netz optimal ergänzt und Verbesserungen für den gesamten Großraum Wien mit sich bringt.

Worauf wird bei der Planung wert gelegt?
Die U-Bahn-Trasse, die Bauweise und Stationslagen werden so weit optimiert, dass sie den größten Nutzen für alle bringen. Ziel ist eine Trassenführung, die sich an den Mobilitätsbedürfnissen der Wienerinnen und Wiener orientiert und mit den Zielsetzungen der Stadtentwicklung in Einklang steht.

Wer ist für die Planung von U-Bahn-Projekten verantwortlich?
Das ist zunächst Aufgabe der MA 18, Stadtentwicklung und Stadtplanung, die sich im Zuge der sogenannten "Generellen U-Bahn-Planung" mit der Netzentwicklung und Variantenuntersuchungen befasst. Wenn die Planung durch die MA 18 abgeschlossen ist, wird das Projekt zur weiteren Detailplanung und Bauausführung offiziell an die Wiener Linien übertragen, was für das Projekt Linienkreuz U2/U5 im Sommer 2017 erfolgte.

Welche Auswirkungen wird der Bau der U-Bahn auf die Umgebung haben?
Erweiterungen des U-Bahn-Netzes bringen zahlreiche Veränderungen im gesamten Verkehrsnetz mit sich. Hier werden bereits am Beginn der Planung die jeweiligen Bezirke durch die MA 18 eingebunden, denn der U-Bahn-Bau bietet auch Chancen für die Neuorganisation des öffentlichen Raumes. Attraktive Stationsumfelder mit Frei- und Grünflächen können entstehen. Für attraktive Zugangswege werden Gehsteige verbreitert und Querungsstellen verbessert. Fahrradständer, Bike-Sharing-Stationen, Car-Sharing- und Taxistandplätze können U-Bahn-Stationen in multimodale Schnittstellen verwandeln.

Ihre Frage ist noch nicht beantwortet?
Dann schicken Sie uns bitte eine Mail an: U2U5@wienerlinien.at