Maßnahmenpaket U6

Wie die U6 zum neuen U-Bahn-Star wird

Sie hat eine Zuverlässigkeit von rund 99 Prozent, transportiert jährlich rund 80 Millionen Fahrgäste und hat leider ein schlechteres Image als ihrer Leistung gerecht wird: die U6.

In den letzten Jahren haben die Wiener Linien viel in die 17,4 Kilometer lange U-Bahnlinie investiert: Die historischen Otto-Wagner-Stationen werden generalsaniert, der Ausbau der Videoüberwachung sorgt für mehr Sicherheit, eigene SicherheitsmitarbeiterInnen werden ausgebildet.

Damit sich die Fahrgäste der U6 noch wohler fühlen und um die U6 noch mehr aufzuwerten, haben die Wiener Linien ein Maßnahmen-Paket geschnürt. Die Maßnahmen wurden aufgrund von Rückmeldungen unserer Fahrgäste ausgearbeitet.

Essverbot in U6 ab 1. September 2018 – ab 2019 auf allen U-Bahn-Linien

Das Essverbot startet in Phase 1 mit 1. September 2018 auf der U6. Ab dem 15. Jänner 2019 wird das generelle Essverbot auch auf den anderen U-Bahn-Linien in Wien gelten.

Der Start des Essverbots wird von einer breiten Informationskampagne begleitet: Neben Durchsagen in den Zügen und auf den Bahnsteigen wird es Plakate geben, auch die Anzeigetafeln werden daran erinnern. In den U6-Zügen wurden Piktogramme mit dem Essverbot angebracht. Wiener-Linien-MitarbeiterInnen weisen ebenfalls auf die Neuerungen hin.

Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer: "In den ersten Wochen werden wir unsere Fahrgäste verstärkt darauf aufmerksam machen und sie über das Essverbot informieren. Unsere Service- und SicherheitsmitarbeiterInnen werden ein Auge darauf haben, wie die Fahrgäste das Essverbot annehmen."

Neben der Geruchsbelästigung durch Speisen ist auch das Thema Verschmutzung der Züge durch Speisen ein zentrales Argument für ein Essverbot. Ein solches gibt es seit langem in vielen Städten der Welt, wie etwa in Berlin, Basel oder Singapur.

Dazu konnten auch die Fahrgäste in einer Online-Umfrage auf der Website der Wiener Linien ihre Stimme abgeben. Das Ergebnis war eindeutig: Mehr als zwei Drittel (37.453 Menschen) waren für ein Essverbot auf allen U-Bahn-Linien. Insgesamt haben 51.216 Menschen an der Umfrage teilgenommen. 

Öffi-Stadträtin Ulli Sima: "Wir wollen die Öffis noch attraktiver für unsere Fahrgäste machen und freuen uns über das große Interesse der Fahrgäste an unseren Maßnahmen. Die hohe Beteiligung zeigt uns, dass das Thema Essen in der U-Bahn die Menschen beschäftigt. Für uns ist das Ergebnis ein klarer Auftrag: wir werden das Essverbot auf alle U-Bahn-Linien ausweiten und ein generelles Essverbot umsetzen."

Mehr zum Ergebnis der Umfrage

Die U6-Fahrgäste wollen einen kühlen Kopf bewahren

Eines der wichtigsten Anliegen unserer Fahrgäste ist mehr Abkühlung. Derzeit ist jeder zweite U6-Zug klimatisiert. Die U6 fährt über weite Strecken oberirdisch, deswegen heizen sich die Wagen dieser Linie besonders stark auf.

Bei Hitze sind klimatisierte Fahrzeuge ununterbrochen auf der Strecke, sie werden bevorzugt eingesetzt. Da die Temperaturen dieses Jahr bereits im Frühjahr sehr hoch waren, werden die U6-Züge seit Ende April gemischt gekoppelt. Das heißt: jeder Zug hat klimatisierte Wagen.

Die Wiener Linien testen seit Juli 2018 eine neue Technik: Wir rüsten ein Fahrzeug von Heizung auf Heizung UND Kühlung um. Wenn der mehrmonatige Test erfolgreich ist, werden die neuen Geräte auch in den restlichen, bisher nicht klimatisierten Zügen eingebaut.

Außerdem werden in allen Zügen ohne Klimatisierung Sonnenschutzfolien angebracht; diese reduzieren die Temperatur im Innenraum um bis zu vier Grad. Für eine bessere Luftzufuhr wurden zudem Lüftungskiemen bei den Fenstern eingebaut, die für mehr Frischluft sorgen.

U6-Offensive bringt Stationssanierungen und neue Anstriche

Im Zuge der U6-Offensive modernisieren die Wiener Linien auch die Stationen. Die Otto Wagner-Stationen bekommen einen neuen Sockelanstrich im Bahnsteigbereich.

Bislang wurden die Sockelbereiche weiß gestrichen. Künftig verwenden die Wiener Linien einen dünkleren Farbton, um Verschmutzungen etwa durch Fußabdrücke zu verhindern. Die Sockelleiste in der Station Burggasse wurde bereits im Juli ausgemalt. Josefstädter Straße, Alser Straße und Währinger Straße folgen in den nächsten Wochen.

Die Stationen Nußdorfer Straße und Gumpendorfer Straße werden im Zuge der Stationssanierungen neu ausgemalt. Außerdem werden die Stationen und das Stationsumfeld mit LEDs ausgestattet – das verspricht mehr Helligkeit und trägt auch zu einem besseren Sicherheitsgefühl bei.

Sanierungsarbeiten ab Herbst in der U6-Station Gumpendorfer Straße

Im Sommer wurde die U6-Station Nußdorfer Straße generalsaniert, seit 10. September ist die historische Otto-Wagner-Station Gumpendorfer Straße an der Reihe.

Zunächst werden die Stiegen von der Eingangshalle auf den Bahnsteig Richtung Siebenhirten abgetragen und neu errichtet. Die Züge durchfahren die Station in dieser Fahrtrichtung für etwa drei Monate ohne Halt.

2019 wandern die Arbeiten auf die andere Seite, der Stiegenaufgang in Richtung Floridsdorf wird erneuert. 2020 ist die Sanierung der Fassade des Stationsgebäudes vorgesehen, die aber keine Einschränkungen für die Fahrgäste mit sich bringt.

Neue U6-Waschstraße in Betrieb

Wie eine Waschanlage für Autos, nur eben viel größer: Das ist die neue Waschstraße der Wiener Linien für die Waggons der U6 am Bahnhof Michelbeuern, die seit 2018 in Betrieb ist. Hier werden nur U6-Züge gewaschen. Sie sind die einzigen in unserer U-Bahn-Flotte, die den Strom von der Oberleitung beziehen und damit auch eine andere Waschanlage brauchen. 

Für einen Waschgang werden rund 3.000 Liter Wasser benötigt – 95 Prozent davon werden wiederverwertet und für die nächste Wäsche verwendet. In unterirdischen Becken wird das Wasser gesammelt und aufbereitet. 

Innerhalb von zwei Wochen werden alle U6-Züge einmal in der Waschstraße gereinigt.

Mehr Nassreinigung auch in den Zügen

Zusätzlich werden die U6-Züge täglich auch im Wageninneren geputzt. Die Züge werden ausgekehrt und Haltestangen, Haltegriffe etc. feucht gereinigt. Stark verschmutzte oder klebrige Stellen werden sofort entfernt.

Alle sechs bis acht Wochen werden alle Wagen von der Decke bis zum Fußboden gründlich nass gereinigt. Das beinhaltet auch das Entfernen von Kaugummi, Reinigung der Fenster und Fahrgastsitze sowie die gründliche Reinigung des Fahrerplatzes.

Neue Bodenmarkierungen für schnelleres Ein- und Aussteigen

Im Zuge des U6-Maßnahmenpakets bringen die Wiener Linien für einen leichteren und schnelleren Fahrgastwechsel spezielle Bodenmarkierungen auf den Bahnsteigen in stark frequentierten U6-Stationen an.

Die Bodenmarkierung kennzeichnet sowohl den Wartebereich für zusteigende Fahrgäste am Bahnsteig, als auch den frei zu lassenden Bereich für aussteigende Fahrgäste. Die Fahrgäste wissen genau, wo der Zug hält und wo die Türbereiche sein werden.

Die Kennzeichnungen wurden bereits in den Stationen Westbahnhof, Bahnhof Meidling, Längenfeldgasse und Handelskai angebracht.

„Rücksichtnahme unter den Fahrgästen beginnt beim Ein- und Aussteigen. Die Bodenmarkierungen geben eine gute Orientierung – sie zeigen genau an, wo der Zug halten wird“, sagt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

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Neue Halteschlaufen im Regenbogenfarben-Design in U6

Rechtzeitig zur kommenden tristen Jahreszeit haben die Wiener Linien einen Waggon der U6 mit bunten Halteschlaufen ausgestattet.

Die U6-Züge sind normalerweise mit einfärbigen gelben oder grauen Halteschlaufen ausgestattet. In einem Waggon werden sie gegen die Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett getauscht.

Wer ein bisschen Glück hat, fährt ab dem 29. Oktober mit der buntesten U6-Garnitur Wiens durch die Stadt.

104 Halteschlaufen wurden in den Farben des Regenbogens angebracht. „Wir bringen mit dieser Aktion ein wenig mehr Farbe in den Öffi-Alltag“, sagt Öffi-Stadträtin Ulli Sima.