auto.Bus - Seestadt

   

Noch müssen unsere Fahrgäste ein wenig Geduld haben. Am 6. Juni 2019 nimmt der autonome Bus seinen Testbetrieb in der Seestadt auf.

StreckenplanZoom

Das gesamte Projektteam, bestehend aus Wiener Linien, Austrian Institute of Technology (AIT), Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), TÜV Austria, Siemens Mobilty und Navya, haben sich seit der Ankunft der Busse im April 2018 intensiv auf allen Ebenen mit den Fahrzeugen beschäftigt.

Vor allem das Thema Sicherheit stand dabei im Mittelpunkt.

Entlang der etwa zwei Kilometer langen Strecke rund um die U2-Station Seestadt wird es dann zehn fixe Haltepunkte geben, die die Busse regelmäßig anfahren werden.

Da es sich bei der Seestadt-Strecke um einen reinen Testbetrieb handelt, wird es – anders als im klassischen Busbetrieb – bei Ausfällen keinen Ersatzverkehr geben.

 

Testbetrieb oder Linienbetrieb?
Testbetrieb! Die zwei E-Busse fahren in der Seestadt im Rahmen des Forschungsprojekts „auto.Bus - Seestadt“, mit dem unter anderem die für automatisiertes Fahren wichtigen Sensoren weiterentwickelt, Systeme zur IT-Sicherheit und die Akzeptanz der Fahrgäste getestet werden. Ziel ist die nachhaltige Erhöhung der Effizienz und der Betriebssicherheit automatisierter Fahrzeuge. Dazu sind gemeinsam mit den Wiener Linien folgende Projektpartner an Bord: Austrian Institute of Technology (AIT), TÜV Austria, Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV), Siemens Mobility und Navya.

Werden andere Buslinien im Gegenzug aufgelassen?
Nein! Da es sich um keinen klassischen Linienbetrieb, sondern einen zusätzlichen Testbetrieb zu Forschungszwecken handelt, bleibt der Betrieb aller Linien in der Seestadt natürlich aufrecht.

Wann genau fährt der Bus?
Obwohl es keinen Fahrplan im klassischen Sinn gibt, wird im Zuge des Testbetriebs natürlich versucht, die geplante Route regelmäßig zu befahren. Geplant ist ein Betrieb werktags in den Vormittags- und Mittagsstunden. Genaue Abfahrtszeiten können vorerst nicht festgelegt werden, da es im Testbetrieb zu nicht planbaren Verzögerungen kommen kann. Schlechtes Wetter wie starker Regen oder auch Schneefall können den Betrieb der autonomen Kleinbusse verhindern. Bei Ausfällen wird kein Ersatzverkehr zur Verfügung gestellt.

Brauche ich einen speziellen Fahrschein um mitzufahren?
Nein! Die Beförderung der Fahrgäste ist kostenlos. Da es sich um einen Fahrgasttestbetrieb handelt, ist ein gültiger Fahrschein für die knapp zwei Kilometer lange Strecke nicht erforderlich.

Warum wurde die Seestadt als Teststandort ausgewählt?
Die Seestadt stellt ein ideales Umfeld für das Testen von autonomen Kleinbussen dar. Einerseits, weil hier ein urbanes Umfeld entstanden ist, das dennoch weniger komplex ist als Strecken im Zentrum. Andererseits, weil die Seestadt ein innovatives Wohnumfeld ist, ein ‚urban lab‘ sozusagen.

 

Autonomer BusZoom

Bevor die zwei automatisierten Elektrobusse am 6. Juni 2019 in der Seestadt den Auftakt feiern, wird er auf geschlossenem Gelände noch auf Herz und Nieren geprüft und getestet.

In einem aufwändigen Prozess wird in der Seestadt ab Mitte Mai die Fahrstrecke einprogrammiert, damit die Busse sicher unterwegs sein und den geplanten Kurs zentimetergenau einhalten können.

Auch die dazugehörigen Haltepunkte sind gerade im Entstehen.

Die Projektpartner AIT, KFV, TÜV Austria, Siemens Mobility und Navya decken mit ihren Expertisen wichtige Bereiche wie die Weiterentwicklung der Sensorik, die Akzeptanz durch die Fahrgäste, die Anpassung erforderlicher rechtlicher Rahmenbedingungen sowie die funktionale Sicherheit und IT-Sicherheit der eingesetzten Systeme oder die „Kommunikation“ des Busses mit seiner Umgebung ab.

Versicherungsspezifische Themen rund um das autonome Fahren wird durch die Wiener Städtische optimal abgedeckt.

Wie funktioniert diese Technologie?
Der elektrisch angetriebene Kleinbus von Navya ist mit 2D- und 3D-LiDAR-Sensoren ausgestattet, um die Umgebung permanent hinsichtlich potentieller Hindernisse zu scannen. Mithilfe von GNSS-Lokalisierung (GPS, Galileo und GLONASS) kann die Position des Busses zu jeder Zeit zentimetergenau bestimmt werden. Werden permanente Hindernisse detektiert – wie z.B. ein falsch geparktes Auto – übernimmt der Operator die manuelle Steuerung und umfährt das Hindernis, bevor der Bus auf seiner gewohnten Strecke weiterfährt.

Wie schnell ist der Bus unterwegs?
Der Bus ist im Testbetrieb mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20km/h unterwegs. Höhere Geschwindigkeiten sind im Zuge des Forschungsprojekts auf Grund geltender gesetzlicher Bestimmungen nicht erlaubt.

Ist der autonome Bus (verkehrs)sicher?
Der autonome Bus ist sicher! Hersteller Navya hat in der Entwicklung des Fahrzeugs schon hunderttausende Kilometer auf Teststrecken zurückgelegt und dabei die Sicherheit laufend verbessert. Die beiden Busse wurden im Vorfeld zusätzlich vom Projektteam monatelang auf einem Testgelände der Wiener Linien in unterschiedlichen Szenarien mit höchsten Ansprüchen auf Sicherheit und Zuverlässigkeit überprüft und getestet. Die Busse sind mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet, um ein sicheres Bewegen im Straßenverkehr zu gewährleisten. Zusätzlich ist bei jeder Fahrt ein speziell geschulter Operator mit an Bord, der den Bus stoppen oder manuell steuern kann.

Sind Klimaanlage und Heizung im Bus vorhanden?
Ja! Der Bus kann natürlich sowohl beheizt als auch gekühlt werden.

Wie lange fährt der elektrisch betriebene Bus bevor er wieder aufgeladen werden muss?
Laut Hersteller fährt der Bus bis zu elf Stunden bevor er zur Ladestation muss. Die tatsächliche Laufzeit ist allerdings immer auch von der aktuellen Temperaturregelung, der Fahrbahnbeschaffenheit, dem Wetter und der Anzahl der zu transportierenden Fahrgäste abhängig.

Wer hat Platz im Bus?
Der autonome Bus bietet Sitzplätze für maximal zehn Fahrgäste. Ein weiterer Platz ist immer für einen Operator reserviert. Stehende Fahrgäste sowie Rollstühle sind von Gesetzes wegen aktuell nicht erlaubt. Die Beförderung eines Kinderwagens ist ausschließlich nur auf dem vorgesehenen Platz möglich. Die Beförderungsbedingungen finden Sie wenige Tage vor Inbetriebnahme hier.

Was ist, wenn ich keinen Platz bekomme?
Es besteht im Testbetrieb kein Anspruch auf Beförderung. Ist der Bus voll oder entscheidet der anwesende Operator, dass eine Mitfahrt zu einem Zeitpunkt nicht möglich ist, kann kein Anspruch erhoben werden.

 

Copyright Film: Stadt Wien / Bohmann Verlag

auto.Bus - Seestadt gewinnt futurezone Award

Peter Wiesinger (Wiener Linien) und Alexandra Millonig (AIT) nehmen den Preis entgegen.Zoom

In insgesamt zehn Kategorien wurden jetzt die innovativsten Technik-Produkte und -Ideen mit den futurezone Awards ausgezeichnet.

Die Kategorie „Green Mobility“ konnte das Projektkonsortium „auto.Bus - Seestadt“ für sich entscheiden.

Im Rahmen einer Gala nahmen Peter Wiesinger (Wiener Linien) und Alexandra Millonig (AIT) den Preis stellvertretend für das Konsortium entgegen.

 


„Wow–Momente“ am Wiener Forschungsfest

Der autonome Bus unterwegs beim Forschungsfest 2018Zoom

Von 14. bis 16. September fand am Veranstaltungsgelände „Creau“, direkt neben der U2-Station „Stadion“, das Wiener Forschungsfest statt. Der autonome E-Bus war im buntgemischten Programm rund um die unterschiedlichsten Forschungsthemen und -projekte eines der vielen Highlights.

Zahlreiche BesucherInnen nutzten die Gelegenheit, eine Runde mit dem Bus zu fahren und sammelten so erste Erfahrungen mit automatisierten Fahrzeugen. Dabei kam es mitunter zu Warteschlangen an der „Haltestelle“.

Die Wartezeiten wurden für spannende und informative Gespräche mit den anwesenden Projektverantwortlichen genutzt.

Die Vorfreude auf den Testbetrieb mit den zwei autonomen E-Bussen ab dem Frühjahr 2019 in der Seestadt konnte so weiter gesteigert werden und die Reaktionen der Fahrgäste lassen sich in einem Wort zusammenfassen – Wow!

 


Großes Interesse der Seestadt-BewohnerInnen am autonomen E-Bus

BewohnerInnen der Seestadt mit dem autonomen E-BusZoom

Am 8. September 2018 fand in der Maria-Tusch-Straße in der Seestadt Aspern zum wiederholten Male das Straßenfest statt. Da durfte der autonome E-Bus, der im Zuge des Forschungsprojekts auto.Bus Seestadt ab Frühjahr 2019 seinen Testbetrieb in der Seestadt aufnehmen wird, natürlich nicht fehlen.

Die BewohnerInnen der Seestadt sowie alle weiteren Interessierten hatten die Gelegenheit, den Bus aus nächster Nähe zu betrachten, im Fahrgastraum Probe zu sitzen und Antworten auf ihre brennendsten Fragen zu bekommen. So entstanden spannende Gespräche und unzählige Fotos von und mit dem autonomen E-Bus.

 


Erfolgreiche Premiere in der Seestadt Aspern

Nach drei Monaten intensiver Vorbereitungen war es am 20. Juli so weit: Die zwei autonomen E-Busse waren zum ersten Mal unter Realbedingungen „in Freiheit“ unterwegs. Die Busse chauffierten die begeisterten Fahrgäste – selbstverständlich immer in Anwesenheit eines Operators – von der U2-Station Seestadt bis zum Technologiezentrum Aspern und wieder retour.

Für die VertreterInnen der Projektpartner war dieser Tag ein wichtiger Meilenstein in der Forschungsarbeit: Zum ersten Mal überhaupt in Österreich gelang es, eine Ampel mit den Fahrzeugen intelligent „kommunizieren“ zu lassen.


Operator werden ausgebildet

Peter Tesar ist einer von drei Wiener-Linien-Testfahrern, die derzeit zum Operator ausgebildet werden. Der ORF hat sich in der Busgarage Leopoldau die spannende Aufgabe erklären lassen und ist natürlich selbst auch die eine oder andere Runde mitgefahren…


Lange Nacht der Forschung 2018

Das Team des Forschungsprojekts „auto.Bus - Seestadt“ lud bei der „Langen Nacht der Forschung“ am 13. April 2018 sowie bei der Transport Research Arena 2018 (TRA) von 16. bis 19. April 2018 BesucherInnen jeden Alters zu einer Besichtigung bzw. Probefahrt des autonomen Busses ein. Präsentiert wurden unter anderem neue Ideen und Entwürfe für die verbesserte Kommunikation zwischen den automatisierten Fahrzeugen und ihren Passagieren. Dies umfasste Echtzeit-Informationen zur Szenen- und Hinderniserkennung des Busses sowie seine nächsten geplanten Aktionen (bspw. Stoppen oder Abbiegen).

Die BesucherInnen und das Konsortium haben unter der Leitung des AIT die Diskussion angeregt und Vorschläge zur Echtzeitkommunikation eingeholt. Diese werden im weiteren Verlauf des Forschungsprojekts bearbeitet und sollen zu einem hohen Sicherheitsgefühl und Vertrauen bei den NutzerInnen führen. 

Impressionen von der Langen Nacht der Forschung finden Sie hier und in unserem Film:

Wiener LinienZoom

Die Wiener Linien sorgen dafür, dass die Technologieentwicklungen bestmöglich auf die mittelfristige und langfristige Einführung von autonomen Bussen fokussiert werden.

Von Interesse ist insbesondere, ob und wie selbstfahrende Busse sinnvoll in den Betrieb eines großen Verkehrsunternehmens integriert werden können.

 
AITZoom

Das AIT hat die wissenschaftliche Leitung des inne und wird im Rahmen des Projekts neue Sensortechnologien für automatisiertes Fahren entwickeln, neue Interaktionskonzepte mit VerkehrsteilnehmerInnen erforschen sowie die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit untersuchen.

Darüber hinaus werden Simulationswerkzeuge entwickelt, um für neue Planungsherausforderungen bezüglich Infrastruktur, Kapazität und Sicherheit im Zusammenspiel mit dem Gesamtverkehr vorbereitet zu sein.

www.ait.ac.at

 
navyaZoom

Für die Umsetzung des Projektes kommen zwei autonome Busse des Unternehmens NAVYA zum Einsatz, welcher in diesem Fall auch als Projektpartner dabei ist.

www.navya.tech/en

 
KFVZoom

Das KFV hat eine beratende Funktion in Bezug auf die aktuelle Rechtslage für autonome Fahrzeuge in Österreich.

Darüber hinaus wird das KFV im Projekt für die Bereiche Kommunikation und Dissemination verantwortlich sein, mit besonderem Fokus auf Information in der Seestadt.

www.kfv.at

 
SiemensZoom

Siemens entwickelt die Kommunikation des Fahrzeugs mit der Infrastruktur (Ampeln, Verkehrszeichen, etc.) weiter.

www.siemens.at

 
TÜVZoom

Der TÜV AUSTRIA wird an der funktionalen Sicherheit und der IT-&Cyber Sicherheit der eingesetzten Systeme arbeiten und sie für den Einsatz auf öffentlichen Straßen weiterentwickeln.

Dazu werden Anforderungen und Prüfkriterien für einen zukünftigen Homologationsprozess automatisierter Fahrzeuge entwickelt.

www.tuv.at

 

 Im Rahmen des Projektes auto.bus – Seestadt werden Studien durchgeführt, um das Zusammenspiel von autonomen Bussen mit dem Menschen zu untersuchen. Dafür werden einzelne Situationen aus dem Busalltag herausgegriffen und getestet. Ziel ist es, bereits vor Beginn des öffentlichen Testbetriebes wichtige Situationen zu testen und den Bus auf den Einsatz in der Seestadt umfassend vorzubereiten.

Für diese Studien sucht das AIT Austrian Institute of Technology, www.ait.ac.at, Interessierte, die als TeilnehmerInnen verschiedene Situationen im Zusammenhang mit der Benützung des Busses als Fahrgast erleben und beurteilen wollen.

Die Kontaktliste wird genutzt um die Einladungen zu diesen Studien zu versenden. Informationen zum Inhalt und Ablauf jeder konkreten Studie erhalten die Teilnehmenden im Rahmen der Einladung und detaillierter im Vorfeld des Tests. Nach Eintragung in die Kontaktliste, wird sich das AIT innerhalb von 7 Tagen bei Ihnen melden. Ihre Kontaktinformation wird ausschließlich zum Zwecke der Einladung zu Nutzerstudien im Projekt auto.Bus – Seestadt verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.

Vielen Dank für Ihr Interesse!

AITZoom

Tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse unter diesem Link ein, um weitere Informationen und eine Einladung zur Studienteilnahme zu erhalten.

Sie gehen damit keinerlei Verpflichtungen ein.

Hier geht es zum Webinterface der Kontaktliste für Interessierte

ABMELDEN: UM IHRE EINTRAGUNG AUS DER LISTE ZU LÖSCHEN NUTZEN SIE BITTE DIE UNTEN ANGEGEBENE BESCHREIBUNG

 

Voraussetzungen:

  • Zeit und Motivation
  • KEIN technisches Vorwissen notwendig
  • Alter: 18 – 99

Sie benötigen für die Teilnahme an den Studien kein Vorwissen; es wird bei jeder Studie eine kurze Information zum Studienablauf geben. Sie benötigen für die Studie Zeit um in Ruhe an dem Projekt teilnehmen zu können. Der Treffpunkt für unsere Studien in Wien wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Sie können jederzeit, auch nachdem Sie bereits in einer Studie aktiv sind, Ihre Teilnahme widerrufen.

Datenschutz:

In jeder Studie teilen wir Ihnen im Rahmen einer Einverständniserklärung schriftlich und mündlich mit welche Ihrer Daten wir aufnehmen und speichern. Die eingegebenen Daten werden gemäß österreichischer Datenschutzverordnung für wissenschaftliche Zwecke gespeichert und verarbeitet. Darüber hinaus gibt es keine Weitergabe der aufgenommenen Daten, auch nicht für die weitere Verwendung in anderen Projekten durch die Wiener Linien.

Abmelden:

Zum Löschen Ihre Email-Adresse aus der Kontaktliste zu löschen nutzen Sie bitte die ADRESSE auto.bus@tech-experience.at und schicken uns eine E-Mail mit dem Betreff „Bitte Löschen“ und Ihrer eingetragenen Email Adresse. Wir entfernen Ihre Eintragung dann aus der Kontaktliste.