Nachhaltig in die Zukunft

Für uns als Mobilitätsanbieter hat der Umweltschutz eine tragende Rolle. Öffentlicher Verkehr ist umweltschonend und schützt das Klima. Denn: Jeder Fahrgast sorgt für saubere Luft, weniger Lärm und mehr Platz zum Leben.

Öffis nützen = Klima schützen!

Wien ist seit über zehn Jahren die lebenswerteste Stadt der Welt. Die Öffis tragen einen wesentlichen Beitrag dazu bei. Denn U-Bahn, Bus oder Bim sorgen für mehr Platz, sauberere Luft und weniger Lärm in unserer Stadt.

Die Wiener Linien arbeiten stets daran, den öffentlichen Verkehr noch weiter zu verbessern: als Wegbereiter für eine klimafreundliche Zukunft.

Auf einen Blick: So nachhaltig sind die Öffis!Zoom

Wussten Sie, dass …?

  • … die Wiener Linien zu 100 Prozent erneuerbare Energie aus Österreich verwenden?
  • … in Wien mehr Menschen eine Jahreskarte besitzen als ein Auto – und das seit Jahren?
  • … Sie pro Jahr durchschnittlich eineinhalb Tonnen weniger CO2 in die Erdatmosphäre schicken, wenn Sie statt des Autos die Öffis nutzen?
  • … in eine U-Bahn rund 900 Menschen passen? Um diese Menschen an ihr Ziel zu bringen, braucht man jedoch ungefähr 750 Autos.
  • … die Südosttangente im Bereich Knoten Prater statt acht 24 Fahrspuren haben müsste, wenn es keine Öffis gäbe und alle mit dem Auto fahren würden?
  • … der Anteil der Öffis am Gesamtverkehr in Wien mit 38 Prozent besonders hoch ist? In Paris sind es 27 Prozent, in Hamburg nur 22 Prozent.

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Auf unserem Blog lesen Sie mehr über die Rolle der Öffis als Nummer 1 in Sachen Klimaschutz:

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Öffis sparen Platz

All diese Menschen passen in 1 Straßenbahn. Im Vergleich dazu die Autos, die nötig wären, um sie zu transportieren.Zoom

Die Öffis nutzen die verfügbare Fläche in einer Stadt viel effizienter, da sie wesentlich mehr Menschen auf weniger Raum befördern als zum Beispiel Autos.

Während ein PKW im Schnitt 1,2 Personen transportiert, passen in eine Straßenbahn rund 200 Fahrgäste; in eine U-Bahn sogar rund 900.

Das macht die U-Bahn zum Spitzenreiter in Sachen Flächeneffizienz. Denn um 900 Personen durch die Stadt zu bewegen, wären etwa 750 PKW nötig.

Weniger Autos heißt mehr Platz für uns Menschen

Würden wir all unsere Wege nur noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen, könnten wir sogar rund 500 Hektar, also die Fläche von rund 700 Fußballfeldern, anders nutzten – etwa für Parks, Spielplätze oder andere Grün- und Freiflächen.

Hingegen: Wären wir alle nur mit dem Auto unterwegs, müssten die Verkehrsflächen Wiens verdreifacht werden.

Weniger Autos heißt mehr Platz für uns Menschen: für Parks, Spielplätze, Bäume, Grünflächen und vieles andere.

 

Die Öffis sind Energiesparmeister

Obwohl 38 Prozent aller Wege in Wien (2019) mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, beträgt der Anteil der Wiener Linien am ökologischen Fußabdruck der Stadt Wien nur 1 Prozent. Sie fragen sich, wie das geht? 

...weil sie mit Strom angetrieben werden

Der Grund: Straßenbahnen, U-Bahnen und unsere E-Busse werden mit Strom betrieben. So sind schon jetzt rund 80 Prozent unserer Fahrgäste elektrisch unterwegs – Tendenz steigend!

So fahren wir in eine emissionsarme Mobilitäts-Zukunft. Denn zudem sind die Öffis mit CO2-neutralem Strom unterwegs, der zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie aus Österreich stammt.

...und Ressourcen schonen

Das sind unsere Maßnahmen:

  • Energiesparende Fahrweise: Unserer FahrerInnen erhaltene spezielle Aus- und Weiterbildungen, wie sie energiesparend fahren können. Zusätzlich wird die Fahrgeschwindigkeit in den U-Bahnen mit Hilfe eines Computers automatisch optimiert. Ist der Zug zu früh oder zu dicht hinter einem anderen, wird die Geschwindigkeit automatisch reduziert.

  • Bim und U-Bahn als Mini-Kraftwerke: Die Energie, die ein Fahrzeug beim Bremsen durch die Reibung freisetzt, fließt zurück ins Netz. Sie steht dann für andere Fahrzeuge in der Umgebung zur Verfügung, die diese Energie beim Anfahren nutzen. 

  • Wenn sich gerade kein Zug in der Nähe befindet, kommt unser Forschungsprojekt Brake Energy zum Einsatz: Dann wird die Energie der Bremsung nämlich ins hauseigene Wechselstromnetz eingespeist und kann so Rolltreppen, Beleuchtung und Aufzüge mit Strom versorgen. Derzeit gibt es zwei solcher Anlagen: bei der U2-Station Aderklaaer Straße und bei der U1-Station Altes Landgut. Weitere solche Anlagen sind in Planung.

  • LED-Leuchten: In allen Fahrzeugen und Stationen werden LED-Leuchten eingesetzt. Das spart gegenüber herkömmlichen Leuchtstoffröhren 1,6 GWh Strom – das entspricht dem Stromverbrauch von mehr als 330 Wiener Haushalten.

  • Forschungsprojekt: Photovoltaik-Folien auf dem Dach der U-Bahn-Station Ottakring Mehr Information 

Nachhaltige Fahrzeugbeschaffung und -pflege

Die besonders umweltfreundlichen und energieeffizienten U-Bahn-Garnituren der Type V können nach Ablauf ihrer Lebensdauer zu 90 Prozent recycelt werden.

Auch die neue Straßenbahngeneration Flexity ist so konzipiert, dass sie nach Ende der Lebensdauer – die mehrere Jahrzehnte beträgt – einfach und umweltfreundlich recycelt werden kann.

In den Waschanlagen für unsere Öffis werden außerdem 90% des verwendeten Wassers mittels Aufbereitungsanlage wiederverwendet.

 

Bim und U-Bahn: Elektromobile auf Schienen

Da Straßenbahnen und U-Bahnen elektrisch betrieben werden, sind rund 80 Prozent aller Öffi-Fahrgäste elektrisch unterwegs. Wer vom Auto auf die Öffis umsteigt, spart pro Jahr bis zu 1.500 kg CO2-Emissionen ein.

Insgesamt bedeutet das für die Öffis eine Einsparung von etwa 8.300 gefahrenen Kilometern mit einem durchschnittlichen PKW – das ist fast die Luftlinie Wien-Johannesburg (Südafrika).

Wir bringen Elektromobilität auf die Straße

Aber auch bei den E-Bussen sind wir Vorreiter: Mit einem weltweit einzigartigen Ladesystem betreiben wir seit 2012 die beiden Linien 2A und 3A komplett elektrisch und damit abgasfrei.

150 Kilometer können die Busse mit einer Ladung zurücklegen und zeigen so deutlich, welches Potenzial in der Elektromobilität steckt.

Unsere Fahrzeuge: mehr Komfort, weniger Energieverbrauch

Auch bei der laufenden Modernisierung unserer Autobusflotte setzen wir auf Energieeffizienz, niedrigste Emissionswerte, die deutliche Unterschreitung der Euro-6-Norm, Wirtschaftlichkeit und hohen Fahrgastkomfort.

Ende 2019 wurde die Erneuerung unserer rund 400 Fahrzeuge umfassenden Busflotte abgeschlossen, die eine Energieeinsparung von 20 Prozent und ein Reduktion des CO2-Ausstoßes um 44 Prozent ermöglicht.

Überhaupt konnten wir den Energieverbrauch unserer gesamten Busflotte - trotz Ausbau des Verkehrsnetzes und der damit einhergehenden Erhöhung der gefahrenen Kilometer um rund 28 Prozent - in den vergangenen Jahren um gut ein Viertel senken.

Ab 2023 sind E- und Wasserstoff-Normalbusse in Wien unterwegs

Umweltfreundliche Antriebstechnologien und ihre Weiterentwicklung stehen bei den Wiener Linien bereits seit vielen Jahren im Fokus bei der Anschaffung von neuen Fahrzeug.

Im Süden Wiens entsteht ein Kompetenzzentrum für E-Busse: In Siebenhirten wird eine eigene E-Bus-Garage gebaut werden mit dafür geeigneten Linien für den E-Betrieb. 60 E-Busse werden dort ab 2023 im Einsatz sein.

Im Norden Wiens entsteht hingegen eine Wasserstoff-Tankstelle in der Garage Leopoldau. Dort wird im Mai 2020 der erste Wasserstoff-Testbus im Einsatz sein.

Die Euro-6-Diesel-Busse bleiben zwar das Fundament des städtischen Busverkehrs und werden neu ausgeschrieben, der Fokus in den nächsten Jahren liegt aber auf synthetischem Diesel als klimafreundliche Alternative.

Sicherung der Artenvielfalt auf Öffi-Grünflächen

Grünflächen bedeuten nicht nur Lebensraum für Mensch und Tier, sondern auch Abkühlung für die Stadt.

Foto: BokuZoom

Daher untersucht die Universität für Bodenkultur Wien (Boku) in einer groß angelegten Studie den Bestand an Insekten- und Pflanzenarten auf 25 Grünflächen der Wiener Linien.  

Auf Basis der Daten soll bis Ende 2020 ein Maßnahmenkatalog zur Förderung und zum Erhalt der Artenvielfalt (Biodiversität) auf "Öffi"-Flächen erarbeitet werden.

Bereits die ersten Ergebnisse bestätigen, wie wichtig Grünflächen für die Stadt sind.

 

Bärbel Pachinger und Sophie Kratschmer, Wildbienen-Expertinnen der Universität für Bodenkultur Wien: 

„Die Siebendornige Wollbiene galt vor wenigen Jahren bei uns noch als sehr selten. Auf blütenreichen Standorten wie Straßenbahnböschungen fühlt sie sich sichtlich wohl. Ein besonderer Fund gelang uns auf einer Fläche in Rodaun, wo ein Männchen der Mooshummel, eine sehr seltene Hummelart, nachgewiesen wurde.“

Abkühlung für die Stadt

Der Klimawandel bringt heißere Sommer und führt zur Bildung von Hitzeinseln in der Stadt. Deshalb sind Grünoasen in der Stadt so wichtig: Sie schaffen Abkühlung.

Die Wiener Linien tragen ihren Teil zu mehr Grün in der Stadt bei: Vorplätze, Fassaden und Dächer von Betriebsgebäuden und Wartehäuschen werden bepflanzt, Platz für neue Grünflächen und Bäume geprüft und geschaffen.

Auch Gleise werden grüner: Rasen kann in bestimmten Bereichen die Betonplatten der Gleiskörper ersetzen, wie zum Beispiel auf der Linie O im Sonnwendviertel oder der D-Verlängerung im Nordbahnhofviertel.

Fassadenbegrünung: U4-Stationsgebäude Spittelau wird zur vertikalen Blumenwiese

Begrünte Fassade an der U4-Station SpittelauZoom

Ab Ende Mai 2020 wird über dem Stationsausgang Richtung Josef-Holaubek-Platz eine Kombination unterschiedlicher Büsche, Stauden und Kräuter für mehr Grün und ein angenehmes Mikroklima sorgen.

Die Begrünung von Fassaden ist nicht nur eine optische Bereicherung, sondern sorgt auch für angenehme Abkühlung an heißen Sommertagen.

Sie filtert Schadstoffe aus der Luft, verhindert die Bildung von Hitzeinseln und ist deshalb aktiver und effektiver Klimaschutz.

 

Begrünte Wartehäuschen: Kletterpflanzen bilden kühlendes Dach

Begrüntes WartehäuschenZoom

Neben oder hinter Haltestellen-Wartehäuschen werden große Pflanztröge aufgestellt, in denen schnell wachsende „Mauerkatzen“ gepflanzt werden. Ihre Blätter bilden schon nach kurzer Zeit ein dichtes, rund fünf Meter hohes grünes Dach.

Die ersten fünf begrünten Wartehäuschen finden sich bei den Haltestellen Universitätsring, Stadiongasse (Linien 1, 71, D), Salztorbrücke (Linie 1), Julius-Raab-Platz (Linie 1), Weihburggasse (Linie 2) und vor der U2-Station Krieau (82A, Vorgartenstraße).

Die Pflanztröge werden von der MA 42 begrünt und gepflegt.

 

Premiere: Sonnenstrom aus Photovoltaik-Folien bringt U-Bahn-Station zum Leuchten

Die Photovoltaik-Anlage OttakringZoom

Auf dem Dach der U-Bahn-Station Ottakring wurden erstmals Photovoltaik-Folien aufgeklebt. Diese sind im Gegensatz zu herkömmlichen Photovoltaik-Anlagen fünfmal leichter.

Der gewonnene Strom wird vor Ort eingesetzt, um Beleuchtungen, Rolltreppen und Aufzüge zu betreiben.

Die Photovoltaik-Folien werden auf einer Fläche von rund 360 Quadratmeter und mit einer Leistung von 60,3 Kilowattpeak jährlich rund 62.000 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen. So werden jedes Jahr mehr als 21 Tonnen CO2 eingespart.

In den kommenden zwei Jahren werden die gewonnenen Daten der PV-Folien genau aufgezeichnet und analysiert.

Das Projekt wird von der EU im Zuge des Interreg Central Europe Programm (www.interreg-central.eu) mit zwei Millionen Euro unterstützt.

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