Arnulf Neuwirth

StrömungenZoom

„Strömungen“, 1968
USTRAB Station Matzleinsdorferplatz, 1100 Wien

Arnulf Neuwirth gestaltete im Zuge der Errichtung des Verkehrsbauwerks Matzleinsdorfer Platz ein großflächiges keramisches Wandmosaik.

Er bezeichnete seine „mäandrische“ Wandgestaltung“ als „Abstrakte Komposition“.

Neuwirth arbeitete vorwiegend als Zeichner und Aquarellist und später vorallem mit Collagen, er gilt auch als Begründer der „Collagetechnik“. Aus seiner erzählerischen Landschaftsmalerei generiert haben ihn seine Entwürfe für das städtische Umfeld zu abstrakten innovativen Lösungen finden lassen.

In Wien entstanden 13 Werke im öffentlichen Raum in den verschiedensten Einrichtungen wie Wohnbauten,darunter. In der Sammlung der Stadt Wien ist der Künstler mit ca. 30 Werken vertreten.

Die Kunst-am-BauTradition in Wien ist vorallem eng mit dem sozialen Wohnbau verknüpft: bereits seit den 1920/1930er Jahren wurden Künstler und Künstlerinnen beauftragt Auftragsswerke für die Wohnbauten zu erríchten – in der Folge wurden aber auch Plätze, Wege, Grünraum und Verkehrsbauwerke sowie gemeinschaftliche Einrichtungen mit Kunstwerken ausgestattet.

Der steigende Individualverkehr in den 50iger Jahren veranlasste die Stadtplaner zur Errichtung einer Unterpflasterstraßenbahn, kurz USTRAB genannt.

Die Anlage am Südgürtel samt dem Verkehrsbauwerk Matzleinsdorfer Platz wurde am 11. Jänner 1969 eröffnet.

TECHNIK:
Wandmosaik, farbige Fliesen aus Buchtaler Platten
Maße: Breite 11 Meter

Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Arnulf_Neuwirth

 

Arnulf Neuwirth (1912 – 2012) war ein österreichischer Maler.

Der am 4. Jänner 1912 in Gablitz geborene Künstler bereiste Europa, Nordafrika sowie Nord- und Südamerika. Die Erfahrung des Fremden prägte in vielerlei Hinsicht sein künstlerisches Schaffen.1930 bis 1937 studierte er bei Karl Sterrer an der Akademie der bildenden Künste in Wien, kam 1937 mit dem Paris-Preis ins damalige Mekka der Kunst, wo er bis 1939 blieb. Die Kriegsjahre 1939 bis 1942 verbrachte er auf Gran Canaria.

In den späten 50iger Jahren kehrte er nach Niederösterreich zurück, nach Radschin und später nach Eggenburg, den Orten seiner Kindheit. In seiner frühen Schaffensphase waren Zeichnung und Aquarell prägend, nach 1954 konzentrierte er sich auf die Collage.

1950 bis 1972 war er Präsident der Künstlergruppe "Der Kreis" und von 1953 bis 1972 an der Modeschule der Stadt Wien Hetzendorf tätig. Er ist ein Meister der Details, die zu intensiver Betrachtung herausfordern. Seine Bilder erzählen von „Geschichten und Träumen, Möglichem und Unmöglichem“. Arnulf Neuwirth erhielt zahlreiche Auszeichnungen - anlässlich seines 90. Geburtstags wurde ihm im September 2002 das "Große Goldene Ehrenzeichen des Bundeslandes NÖ" verliehen.