Ken Lum

Pi

Permanente Medieninstallation 2006
Westpassage Karlsplatz / Friedrichstraße, 1010 Wien

Der kanadische Künstler Ken Lum gestaltete für die Westpassage Karlsplatz die permanente Medieninstallation Pi. Er beschäftigt sich in dieser Kunstinstallation mit dem Thema der Statistik, wobei die Darstellung der transzendenten Zahl Pi (π) mit 478 Dezimalstellen als Symbol für die Welt steht. 15 verspiegelte Paneele sogenannte Factoids sind mit geätzten Inschriften sowie LED-Anzeigen versehen: die visualisierten Zahlen verändern sich auf der Grundlage von statistischen Daten, die sowohl ernsthafte wie auch triviale Gegenstände der Statistik beinhalten.

In der Mitte der Passage befindet sich die Darstellung der transzendenten Zahl Pi (π) mit 478 Dezimalstellen, wobei die jeweils zuletzt errechneten über die Anzeige eingespielt werden. In einer einsehbaren Vitrine ist eine Sammlung von statistischen und lexikalischen Handbüchern zu Themen wie Bevölkerungsentwicklung und Migration zu sehen.

Der Künstler arbeitet seit den achtziger Jahren in erster Linie mit Fotografie und Schrift, wobei er vor allem die Werbeformen im Stadtraum für seine künstlerische Kommunikation nutzt:

Technik:
15 Mirastar Halbspiegelelemente, 15 LED-Paneele, Raumvitrine mit statistischen und lexikalischen Handbüchern zum Thema Bevölkerungsentwicklung und Migration

Die Installation wurde in Kooperation von WIENER LINIEN und KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien realisiert.

Links:
www.koer.or.at
 

 

Der Künstler Ken Lum wurde 1956 geboren und ist in Vancouver, Kanada aufgewachsen. Er lebt zurzeit in Philadelphia, Pennsylvania wo er als Professor an der School of Design, University of Pennsylvania (PennDesign) tätig ist.

Der Künstler arbeitet seit den achtziger Jahren in erster Linie mit Fotografie und Schrift, wobei er vor allem die Werbeformen im Stadtraum für seine künstlerische Kommunikation nutzt.

Ken Lum war von 2000 bis 2006 Leiter des Masterprogramms in Studio Kunst an der University of British Columbia, Vancouver. In den Jahren von 1990 bis 2006 unterrichtete er auch dort. 2005 wurde Lum Mitglied der Fakultät des Bard College, Annandale-on-Hudson und arbeitete dort bis 2007. Er war Gastprofessor an der Ecole Nationale Superieure des Beaux-Arts, Paris von 1995 bis 1997.

Er wurde als Gastprofessor u.a. an folgenden Institutionen geladen:
Akademie der Bildenden Kunst, München; California College of the Arts, San Francisco; Ecole National d'Arts Plastiques, Fort de France, Martinique; Rijksakademie, Amsterdam; Maine College of Art, Portland, Maine; und die China Art Academy, Hangzhou. Ken Lum ist Mitbegründer und gründender Redakteur von Yishu Journal of Chinese Contemporary Art. Er hat zahlreiche Texte veröffentlicht und hielt Ansprachen bei der Welt Museums Konferenz in Shanghai in 2010, der Sydney Biennale in 2006 und die Universities Art Association of Canada in 1997. 2008 hat Lum gemeinsam mit Philosophen Hubert Damisch ein Künstler Buch Projekt vervollständigt, welches dann von Three Star Press of Paris veröffentlicht wurde.

Lum war Projektberater für The Short Century: Independence and Liberation Movements in Africa 1945-1994 (2001). Er war Co-Kurator der 7. Sharjah Biennial (2005), and Shanghai Modern: 1919-1945 (2005). Ken Lum hat weltweit ausgestellt, u.a. bei: Sao Paulo Bienal (1998), Shanghai Biennale (2000), Documenta 11 (2002), Liverpool Biennial (2006), Istanbul Biennial (2007), Gwangju Biennale (2008), Moscow Biennial (2011) und die Whitney Biennial (2014). Er hat bedeutende permanente Kunstprojekte im öffentlichen Raum realisiert u.a. in Wien, St. Moritz, Edmonton, Vancouver, St Louis, Leiden, Rotterdam, Toronto, and Utrecht.