Ingeborg Strobl

ein GartenZoom

"ein Garten (zum Beispiel)"

Permanente Installation, 2008
U2-Station Taborstraße, Novaragasse 8, 1020 Wien

Bei dem Kunstwerk handelt es sich um eine großflächig gestaltete Fassade aus Emailplatten auf denen Pflanzen abgebildet sind, die in Wien heimisch sind. Ingeborg Strobl bezieht sich auch auf frühere Namen der Novaragasse (1797 – 1812 Gartengasse und bis 1862 Gärtnergasse). Die Vorlagen für die Pflanzendarstellungen sind Holzschnitte aus dem 19. Jahrhundert und eine Referenz an die Novara-Expedition (1857 – 1859).

Inmitten des urbanen Raums entsteht somit ein Zeichen für ein neues politisches und ökologisches Verständnis und erinnert an den Wert von lokalen Pflanzen und Lebensmitteln. Das Werk ist auch eine künstlerische Auseinandersetzung mit fundamentalen Veränderungen der Gasse im Lauf der Jahrhunderte und vielleicht eine Anregung für den eigenen kleinen Garten.

Technik:
56 Emailplatten (Glasfluss auf Metallplatten)
Maße: H: 26 M, B: 4,5 M

Die Installation wurde in Kooperation von WIENER LINIEN und
KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien realisiert.

www.koer.or.at

 

 

Ingeborg Strobl, 1949 in Schladming geboren, lebt und arbeitet in Wien.
1967-1972 Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, Abschluss in Grafik, 1972-1974 Studien am Londoner Royal College of Art, wo die Künstlerin ein Master of Arts Degree in Ceramics erwarb. Mit ihren keramischen Arbeiten nimmt sie eine wichtige Sonderposition innerhalb der österreichischen Plastik ein.

Strobl thematisiert immer wieder das gespannte Verhältnis zwischen Mensch und Natur/Umwelt, ebenso gesellschaftliche Brüche und Fehlentwicklungen.

Verschiedenste Medien werden in ihrer künstlerischen Praxis eingesetzt (Collage, Text, Plakat, Künstlerbuch, Comics, Fotografie, Video, Objektkunst, Installation und Kunst im öffentlichen Raum).

Zusammen mit Ona B., Evelyne Egerer und Birgit Jürgenssen gründete sie 1988 die im Bereich prozessorientierter Performance arbeitende Gruppe „Die Damen“.

1999-2001 hatte Strobl eine Gastprofessur an der Universität für angewandte Kunst in Wien inne.

2008 erhielt die renommierte Künstlerin den Würdigungspreis für künstlerische Fotografie des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur.

Strobls Arbeiten waren u.a. im Mumok, in der Secession und in Galerien in Wien, im Kunsthaus Bregenz, der Neuen Galerie in Graz, dem Salzburger Kunstverein, der Pinakothek in Ravenna, dem Kunstnernes Hus Oslo und in der Randolph Street Gallery in Chicago zu sehen.