Pedro Cabrita Reis

„two drawings in the sky, two paintings underneath“Zoom

„two drawings in the sky, two paintings underneath“

Permanente Installation
U-Bahn-Station U2 Donaustadtbrücke und Donaumarina,
1220 und 1020 Wien

Der portugiesische Künstler Pedro Cabrita Reis hat mit seiner künstlerischen Intervention die beiden U2-Stationen Donaustadtbrücke und Donaumarina markiert: mit einer monochrome weißen und orangen Wandmalerei und einer linear-skulpturale Zeichnung in Form einer Lichtskulptur aus Leuchtstoffröhren. Dabei setzt er die beiden verschwisterten Stationen mit korrespondierenden, aufeinander bezogenen Arbeiten und bewerkstelligt neben der tatsächlichen auch eine künstlerische ideelle Querung der Donau.

Technik - Donaumarina:
2 Farbflächen Reinorange RAL 2004, 26,35 m × 3,3 m
Verkehrsweiß RAL 9016, 3,5 × 11,2/11,4 m (Unterkante ansteigend)
+ über Ecke 5,2 × 12,45 m
Lichtstab: feuerverzinktes Stahl, I-Querschnitt, b: 20 cm, h: 10 m,
10° aus dem Lot (vorkragend), bestückt mit 8 LED-Feuchtraumleuchten

Technik - Donaustadtbrücke:
2 Farbflächen Reinorange RAL 2004, 3,7 m × 10,4 m
Verkehrsweiß RAL 9016, 3,21 m × 7,61 m über 37,15 × 2,77 m (gemeinsam ein langes liegendes L)
Lichtstab: feuerverzinktes Stahlprofil, I-Querschnitt, b: 20 cm, h: 10 m, 10° aus dem Lot (vorkragend), bestückt mit 8 LED-Feuchtraumleuchten


Die Installationen von Pedro Cabrita Reis wurden in Kooperation von WIENER LINIEN und KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien umgesetzt.

www.koer.or.at

 

 

Pedro Cabrita Reis, 1956 in Lissabon geboren, ist einer der wichtigsten portugiesischen Künstler der Gegenwart. Er lebt und arbeitet in Lissabon und Casa Queimada, Algarve.

Seit den frühen 1990er-Jahren kreist das Werk Pedro Cabrita Reis’ um die Themen Haus, Behausung und Unbehaustheit sowie um die Konstruktion. Neben Arbeiten, die auf Elementen der alltäglichen Lebenswelt wie Tisch und Stuhl, Tür und Fenster basieren, entstehen immer wieder raumgreifende Installationen, welche Ausstellungsräume wie Projekte im öffentlichen Raum mit so komplexen wie brachialen architektonischen Strukturen in Besitz nehmen. Zeitgleich mit den großformatigen monochromen Malereien tauchen auch die ersten Leuchtstoffröhren in den Arbeiten des Künstlers auf. Werden sie zunächst vereinzelt als Bestandteile in die Werke integriert, wie schon seit Mitte der 1990er-Jahre Glühbirnen, weist ihnen Cabrita ab 2002 eine werkbestimmende Funktion zu.

Dem internationalen Publikum wurde Pedro Cabrita Reis 1992 durch die Teilnahme an der documenta IX bekannt. Seither war sein Werk in zahlreichen Einzelausstellungen zu sehen, in den letzten Jahren unter anderem in der Pinacoteca do Estado de São Paulo (2010), dem Museo Tamayo, Ciudad de México (2009), der Fondazione Merz, Turin, und dem Kunsthaus Graz (2008), der Fundação Calouste Gulbenkian, Lissabon, und dem Museo di Arte Contemporanea di Roma (2006), dem Camden Arts Centre, London, und der Kunsthalle Bern (2004).

2003 vertrat er Portugal auf der Biennale di Venezia. Darüber hinaus nahm er an internationalen Großausstellungen wie der Biennale di Venezia (1997 und 2003), der São Paulo Biennale (1998), der Sevilla Biennale (2004) oder der Lyon Biennale (2009) teil.

Webseite Pedro Cabrita Reis