2014: Neue Rekorde bei Fahrgästen & Jahreskarten

931 Millionen Fahrgäste, 650.000 Jahreskarten

Entwicklung der Fahrgastzahlen der Wiener LinienZoom

Das abgelaufene Jahr 2014 hat den Wiener Linien einen kräftigen Fahrgastzuwachs gebracht. 931,2 Millionen Fahrgäste bedeuten ein Plus von rund 3,5 Prozent sowie einen neuen Fahrgastrekord. Die bisherige Bestmarke lag 2012 bei knapp 907 Millionen Fahrgästen.

Auch der Trend zur günstigen Jahreskarte – sie kostet 1 Euro pro Tag – blieb 2014 ungebrochen: Ende des Jahres waren rund 650.000 Jahreskarten im Umlauf, auch das stellt eine neue Bestmarke dar. Zum Vergleich: 2010 waren es noch 355.000 Jahreskarten.

 

Grafik: Entwicklung Jahreskarte 2005-2014

39 Prozent aller Wege in Wien werden mit Öffis zurückgelegt

Beim Modal Split liegt der öffentliche Verkehr weiter bei 39 Prozent. Das heißt, dass 39 Prozent aller Wege in Wien mit Öffis zurückgelegt werden. 1993 lag dieser Wert noch bei 29 Prozent. In der gleichen Zeit fiel der Anteil der Wege, die mit dem PKW zurückgelegt werden, von 40 Prozent (1993) auf 27 Prozent.

Grafik: Modal Split – So sind die Wiener unterwegs

„Die Zahlen belegen, dass der öffentliche Verkehr in Wien weiter an Attraktivität gewonnen hat. Der langfristige Aufwärtstrend bei Fahrgastzahlen und der Jahreskarte hat sich fortgesetzt. Dafür notwendig ist die laufende Verbesserung des Angebots. Nicht nur durch den Ausbau der U-Bahn, sondern auch durch moderne und komfortable Fahrzeuge sowie dichte Intervalle. Das sind Investitionen in die Zukunft Wiens. Diesen Weg gehen wir weiter“, sagte Öffi-Stadträtin Renate Brauner am Dienstag im Rahmen eines Pressegesprächs. 

Als Grund für den deutlichen Fahrgastanstieg 2014 sehen die Wiener Linien etwa den Bevölkerungszuwachs in Wien, etwa in der Donaustadt, wo in den letzten Jahren auch das Öffi-Angebot stark mitgewachsen ist. Auch zahlreiche Intervallverdichtungen sorgen dafür, dass immer mehr Menschen mit Öffis unterwegs sind. Und die günstige Jahreskarte trägt mit ihrer weiterhin hohen Beliebtheit ebenfalls zum Zuwachs bei.

Mehr Effizienz bedeutet besseres Angebot für die Fahrgäste

„Wir haben in den letzten Jahren zahlreiche Effizienzmaßnahmen umgesetzt und intern Vieles neu strukturiert. Die Wiener Linien sind dadurch effizienter und produktiver geworden. Dadurch können wir dem Fahrgast mehr Leistung ums gleiche Geld anbieten“, erklärt Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien.

Diese Effizienzsteigerung lässt sich auch messen, z.B. durch das Verhältnis Fahrgastzahl pro Mitarbeiter. Verzeichneten die Wiener Linien etwa 2004 rund 91.000 Fahrgäste je Mitarbeiter, so waren es 2014 bereits 110.000 Fahrgäste je Mitarbeiter. So haben die Wiener Linien von 2001 bis 2013 rund 370 Millionen Euro eingespart, obwohl die Fahrgastzahlen im selben Zeitraum um rund 25 Prozent gestiegen sind. 

Ausblick auf wichtige Projekte 2015

2015 investieren die Wiener Linien 434 Millionen Euro in die weitere Verbesserung des Angebots.

U1-Ausbau nach Oberlaa

Der Tunnelvortrieb auf einer Länge von rund 2,4 Kilometern ist bereits abgeschlossen. 2015 wird die Innenschale der künftigen U1-Tunnelstrecke fertig betoniert, bevor es mit dem Ausbau der Stationen, dem Gleisbau und der technischen Ausrüstung losgeht. Zeitgleich laufen die Arbeiten an der Trasse auf Straßenniveau über Neulaa nach Oberlaa auf Hochtouren. Im Herbst 2017 geht die 4,6 Kilometer lange U1-Verlängerung in Betrieb. Die U1 wird dann mit über 19 km die längste U-Bahnlinie Wiens sein.

Bild: Tunnelbau U1
Bild: Tunnelbohrmaschine

Vorarbeiten für U-Bahn-Ausbau U2 und U5

Die Probebohrungen zum Bau der neuen Linie U5 bzw. zum Ausbau der U2 wurden Ende 2014 abgeschlossen. Derzeit läuft der Wettbewerb zur architektonischen Gestaltung der künftigen U5-Stationen; namhafte Architekturbüros aus Österreich und Europa haben Entwürfe eingereicht. Im Sommer wird feststehen, wie die künftigen U5-Stationen aussehen werden. 2018 soll dann der Baustart für den U2/U5-Ausbau erfolgen.

Nächster Schritt bei der U4-Modernisierung

Die 2014 begonnene Umstellung der alten Stellwerke Meidling-Hauptstraße und Hütteldorf auf elektronischen Betrieb wird heuer fortgesetzt. Das ist nötig, um die Gleisverbindungen, die auf der U4 in den nächsten Jahren eingebaut werden, bedienen zu können. Damit können künftig – wie jetzt bereits auf anderen Linien möglich - Störungen zwischen Hütteldorf und Hietzing umfahren werden.

2015 werden außerdem die U4-Station Stadtpark sowie die Stützmauern im Abschnitt Karlsplatz bis Schönbrunn saniert. Die Arbeiten zur U4-Modernisierung bedeuten für die Fahrgäste im Laufe des Jahres nur kleinere betriebliche Einschränkungen.

Insgesamt investieren die Wiener Linien bis 2020 335 Millionen Euro in die U4-Modernisierung.

Generalsanierung U6-Station Alser Straße geht weiter

Ende März startet die nächste Bauphase im Rahmen der Generalsanierung der U6-Station Alser Straße. Dann wird der Bahnsteig in Fahrtrichtung Floridsdorf abgetragen und erneuert, ebenso das Bahnsteigdach sowie das Stiegenhaus. Die U6 durchfährt dann bis Ende des Sommers die Station in Fahrtrichtung Floridsdorf ohne Halt. Danach folgen die Stationen Währinger Straße und Nussdorfer Straße.

Buslinie 13A: moderne Gelenkbusse und mehr Kapazität

Im Frühling wird Wiens meistfrequentierter Buslinie auf Mercedes-Gelenkbusse der neuesten Generation umgestellt. Die 18 Meter langen, barrierefreien Busse bieten Platz für 128 Fahrgäste – das sind gut 50 Prozent mehr als bei den bisher eingesetzten Bussen. Sie sind besonders wendig und mit Klimaanlage und Videoüberwachung ausgerüstet. Dank vier Türen und mehr Platz im Innenraum erwarten die Wiener Linien kürzere Haltestellenaufenthalte und damit mehr Pünktlichkeit und gleichmäßigere Intervalle.

Bild: Neuer Mercedes-Gelenkbus

Über 100 Millionen Euro für neue Fahrzeuge

Die Wiener Linien investieren 2015 ca. 109 Millionen Euro in neue Fahrzeuge. Die Busflotte wird um 75 neue Mercedes-Busse wachsen, bei den Schienenfahrzeugen kommen 22 Niederflur-Straßenbahnen und bei der U-Bahn vier neue V-Züge dazu. 

Mehr Service für den Fahrgast

Im Frühjahr starten die Wiener Linien mit einem zweimonatigen Probebetrieb für ein besseres Serviceangebot für Fahrgäste. Vorerst 40 MitarbeiterInnen sollen ab April im Öffi-Netz – schwerpunktmäßig im U-Bahn-Bereich – unterwegs sein und den Fahrgästen in Fahrzeugen und Stationen mit Rat und Tat beistehen – als Info-Team im Störungsfall sowie bei Fragen zur Weiterfahrt oder dem richtigen Ticket. Das Serviceteam wird aber auch auf die Einhaltung der Hausordnung achten, also z.B. auf die Beißkorb- und Leinenpflicht bei Hunden, das Rauchverbot oder rücksichtsloses Verhalten.

Bild: Mitarbeiterin Service-Team

Neue WienMobil-Karte startet im Frühjahr

Ab März 2015 ist mit der WienMobil-Karte ein neues und flexibles Ticket verfügbar, das unterschiedliche Mobilitätsangebote miteinander vernetzt. Basis dafür ist die Jahreskarte der Wiener Linien. Mit der WienMobil-Karte können U-Bahn, Bim und Bus, Wipark-Garagen, die Wiener Lokalbahnen, Elektro-Ladestationen sowie die Partner Taxi 31300, 40100 und Citybike einfach und bequem genutzt und bezahlt werden. Als nächster Schritt sollen weitere Angebote wie etwa Carsharing hinzukommen. Die WienMobil-Karte kostet 377 Euro jährlich und damit nur einen Euro pro Monat mehr als die Jahreskarte.

Gleisbaustellen 2015

Wie jedes Jahr investieren die Wiener Linien auch 2015 in die laufende Erneuerung der bestehenden Gleisinfrastruktur. In der Baustellensaison von Frühling bis Herbst sind über 30 Baustellen für den Tausch von Gleisen geplant. Darunter fallen auch Gleisabschnitte im Bereich Bellaria bis Heldenplatz auf der Ringstraße; diese Gleisbauarbeiten werden in den Osterferien durchgeführt. Auch in Hütteldorf ist für die Sommerferien die Sanierung eines längeren Gleisabschnitts der Linie 49 vorgesehen. Weitere Gleisbaustellen befinden sich u.a. in der Taborstraße und auf der Währinger Straße/Nussdorfer Straße.

Überblick Hauptinvestitionen 2015 der Wiener Linien (Werte gerundet)

Gesamtinvestitionen 2015 434 Mio. Euro
Ausbau U-Bahn-Netz 145 Mio. Euro
Anschaffung neuer Fahrzeuge 109 Mio. Euro
Modernisierung U-Bahn-Netz 53 Mio. Euro
Modernisierung Bahnhöfe, Garagen und Werkstätten 33 Mio. Euro
Modernisierung bestehende Netzinfrastruktur 17 Mio. Euro

 

 

 

Publiziert am: 09.02.2015