Spatenstich für das Linienkreuz U2xU5


Erste U-Bahn-Bauarbeiten für die Stationen Matzleinsdorfer Platz und Pilgramgasse starten

Verkehrsminister Norbert Hofer, Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Öffi-Stadträtin Ulli Sima und der Geschäftsführer der Wiener Linien, Günter Steinbauer, gaben heute, am 8. Oktober, bei der künftigen U2-Station Matzleinsdorfer Platz den offiziellen Startschuss für das Linienkreuz U2xU5.

Die hochkarätige Runde macht deutlich, wie wichtig der U-Bahn-Ausbau für unsere Stadt ist.  Anders als die jüngsten U-Bahn-Verlängerungen, die mit der weiteren Erschließung eines bestimmten Bezirks vor allem für die lokale Bevölkerung von großer Bedeutung sind, macht das Linienkreuz U2xU5 das Gesamtnetz noch leistungsfähiger.

Im Zusammenspiel mit Wiens erster vollautomatischer U-Bahn-Linie U5 wird die verlängerte U2 das gesamte Öffi-Netz spürbar entlasten und Kapazitäten für die Zukunft schaffen. Neue Verbindungen und vor allem neue Umsteigestationen im Zentrum bringen kürzere Wege und schaffen gleichzeitig wieder mehr Platz auf heute stark ausgelasteten Linien.

65 Meter lang, 35 Meter breit und fast ebenso tief

Violette und türkise Luftballons markierten beim Spatenstich den Umriss des Schachtes, von dem aus die Tunnelbohrmaschine starten wird. Wenn die Tunnelsohle erreicht ist, wird das liebevoll auch „Maulwurf“ genannte Gerät in einer Tiefe von rund 30 Metern zusammengebaut.

Der „Maulwurf“ macht sich dann auf den Weg Richtung Augustinplatz im 7. Bezirk: Der Bohrkopf löst den Untergrund, das abgebaute Material wird nach hinten transportiert und der entstehende Tunnel mit Fertigteilen aus Stahlbeton ausgekleidet. Dabei wird der Aushub über den Schacht am Beginn der Triester Straße an die Oberfläche gebracht. Auch das Baumaterial gelangt auf diesem Weg in den Tunnel.

Ulli Sima, Günter Steinbauer und Projektteam beim Spatenstich U2xU5Zoom

„Mit dieser Bauweise wird der Großteil der Tunnelstrecken unterirdisch hergestellt und wir vermeiden rund 20.000 innerstädtische LKW-Fahrten“, erklärt Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer.

Er betonte aber auch, dass rund um die neuen Stationen natürlich zuerst „offen“ und damit von oben nach unten gebaut werden müsse: „Wieder im Zentrum zu bauen, ist eine mutige Entscheidung, von der unsere Stadt in den kommenden Jahrzehnten maßgeblich profitieren wird. Die Bauzeit wird aber ohne Frage herausfordernd. Das Linienkreuz U2xU5 ist ein Großprojekt. Das bedeutet große Baustellen, aber auch einen großen Mehrwert für die Wienerinnen und Wiener. Diese Perspektive dürfen wir nicht aus den Augen verlieren.“

 


Auch bei der Station Pilgramgasse sind die Arbeiten angelaufen

Um Synergien mit der U4-Modernisierung zu nutzen, wird auch bei der Station Pilgramgasse jetzt mit dem Bau begonnen. Während der U4-Teilsperre im Sommer 2019 (Karlsplatz bis Längenfeldgasse) können dadurch bereits Arbeiten für die künftig darunter querende U2 erfolgen, die ohne Betriebseinstellung nicht möglich wären.

Mehr Informationen zum Linienkreuz U2xU5 finden Sie auf der gemeinsamen Projektwebsite von Stadt Wien und Wiener Linien:

u2u5.wien.at