Neue Bim für Wien: Erster FLEXITY fertig – Testfahrten starten


Öffi-Stadträtin Ulli Sima und Wiener Linien präsentieren fertigen FLEXITY

Erste Bim ab Ende 2018 mit Fahrgästen unterwegs

Günter Steinbauer (Geschäftsführer Wiener Linien), Öffi-Stadträtin Ulli Sima und Christian Diewald (Geschäftsführer Bombardier Transportation Wien)Zoom

Öffi-Stadträtin Ulli Sima präsentierte heute gemeinsam mit den Wiener Linien und Bombardier den ersten, komplett fertigen FLEXITY Wien. Kurz vor Jahresende 2017 wurde die neue Straßenbahn für Wien im Werk von Bombardier in Wien-Donaustadt fertiggestellt und an die Wiener Linien übergeben. Seit einigen Tagen laufen erste Tests am Betriebsgelände der Wiener Linien in Simmering, dann folgen intensive Testfahrten im Öffi-Netz.

Einstweilen fährt die Bim noch ohne Passagiere, Ende 2018 startet der Betrieb mit Fahrgästen. Nach Abschluss aller Tests und der behördlichen Bewilligung soll der FLEXITY ab Ende 2018 mit Fahrgästen unterwegs sein.

„Wir freuen uns sehr, dass der FLEXITY endlich zu Hause angekommen ist. Für die Fahrgäste bringt die neue, barrierefreie Straßenbahn künftig noch mehr Komfort und für die Umwelt noch mehr Entlastung, etwa durch den niedrigen Energieverbrauch. Der FLEXITY wird das Stadtbild in den nächsten Jahrzehnte entscheidend mitprägen“, so Öffi-Stadträtin Ulli Sima.

 

Intensive Tests und Einschulung der MitarbeiterInnen

Flexity Wien in der HauptwerkstätteZoom

Bevor Fahrgäste die neue FLEXITY-Straßenbahn nutzen können, werden seit Anfang Jänner 2018 umfangreiche Tests durchgeführt. So müssen etwa die Technik auf Herz und Nieren geprüft und Detaileinstellungen im Betrieb ausprobiert werden.

In der eigenen Straßenbahn-Fahrschule der Wiener Linien werden FahrerInnen auf ihren zukünftigen, neuen Arbeitsplatz vorbereitet.

Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien, erklärt: „Jede Steigung und jede Kurve in unserem Netz muss getestet werden. Natürlich lernen auch unsere FahrerInnen und MitarbeiterInnen der Werkstätten den neuen FLEXITY intensiv kennen."

 


Neue Straßenbahn mit mehr Raum und Komfort

Öffi-Stadträtin Ulli Sima mit Instruktor im Cockpit des FlexityZoom

Die neuen Niederflurbims ersetzen sukzessive die letzten Hochflurmodelle der Wiener Linien. Der FLEXITY überzeugt durch seinen niedrigen Energieverbrauch, etwa durch die LED-Beleuchtung oder die Klimatisierung, die sich energiesparend nach der Anzahl der Fahrgäste in der Bim richtet.

Der Innenraum der neuen Straßenbahn ist flexibel gestaltet. Großzügige Mehrzweckbereiche, ausgestattet auch zum Teil mit Klappsitzen, sorgen für mehr Raum für Kinderwägen und Rollstuhlfahrer, auch das zügige Ein- und Aussteigen wird dadurch erleichtert. Damit wird der Aufenthalt in der Haltestelle verkürzt und die Fahrzeuge können pünktlicher unterwegs sein.

Neu sind im FLEXITY breitere Eltern-Kind-Sitze und zwei Rollstuhlplätze mit Vis-à-vis-Sitzen für Begleitpersonen. Details zum Fahrzeuginneren wurden in enger Kooperation mit Behindertenverbänden erarbeitet. Der neue FLEXITY ist selbstverständlich barrierefrei. Mit einer Einstiegshöhe von 215 Millimetern wird Wien weiterhin die weltweit niedrigste Einstiegshöhe bei Straßenbahnen bieten. Natürlich sind Klimaanlage und Videoüberwachung beim FLEXITY serienmäßig integriert.

 

Mindestens 119 neue Straßenbahnen für Wien

Insgesamt umfasst der Auftrag mindestens 119 und bis zu 156 Züge. Die genaue Zahl hängt von künftigen Netzerweiterungen ab. Die Wiener Linien investieren bis zu 562 Millionen Euro in die Anschaffung neuer Garnituren, darin enthalten ist auch ein Wartungsvertrag über 24 Jahre.

 

Publiziert am: 18.01.2018