Linien U2 und U5

Das Linienkreuz U2/U5 ist Teil des Öffi-Investitionspakets für das kommende Jahrzehnt. Stark frequentierte Linien werden entlastet, PendlerInnen und WienerInnen dürfen sich auf kürzere Reisezeiten freuen.

Auch vor Baubeginn wird schon fleißig geplant, gebohrt und gegraben. Hier finden Sie immer die aktuellsten Informationen.

Mai 2016: „Wien! In Arbeit…“

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Im Mai widmete sich die Wiener Planungswerkstatt als Teil der Ausstellung „Wien! In Arbeit…“ dem Linienkreuz U2/U5. Zwei Wochen lang waren Interessierte eingeladen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Nicht die Präsentation des fertigen Projektes, sondern vielmehr das "Rohmaterial" und die unterschiedlichen Planungsphasen standen im Vordergrund. Wem dann noch Fragen unter den Nägeln brannten, konnte sie bei Führungen und Infogesprächen direkt an die ExpertInnen richten.


April 2016: Trasse und Stationen fix

Station RathausZoom

Mit der Fixierung der Trasse und der Stationen der ersten Baustufe beginnt für eines der größten U-Bahn-Projekte in der Geschichte der Stadt Wien eine entscheidende Phase.

Erstmals ist jetzt ein Blick in den „Untergrund“ möglich: 3D-Visualisierungen geben einen Eindruck, wie die Stationen unterirdisch aussehen werden und wo es in Zukunft an die Oberfläche geht.

Nähere Informationen finden Sie hier

 


Seit März 2016: Probebohrungen

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Von geologischen Grundvoraussetzungen über bereits bestehende Keller und Kanalsysteme bis hin zu archäologischen Funden: Bevor mit dem Bau einer neuen U-Bahn begonnen werden kann, gibt es viele Dinge zu berücksichtigen. Schon während der Planungsphase werden deshalb Probebohrungen entlang der geplanten U-Bahn-Trasse durchgeführt.
 
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Start der 2. Phase
Nach Abschluss der ersten Probebohrungen 2014 starten jetzt weitere Bohrungen entlang der geplanten Trassen. Die Arbeiten finden im öffentlichen Raum statt und werden von der MA 29 – Brückenbau und Grundbau durchgeführt. Anschließend werden die Proben des Untergrundes genau untersucht und die geologischen Bedingungen und das Grundwasservorkommen dokumentiert.

 
ProbebohrungZoom

Die Ergebnisse fließen in die Planung mit ein und bilden die Grundlage für die genaue Trassenlage, Tiefe und Bauweise. Dafür wird erstmals in der Geschichte des Wiener U-Bahn-Baus ein 3D-Modell erstellt, das die Schichtabfolge des Baugrundes visualisiert und die Planungsarbeiten erleichtert.


Hier finden Sie nähere Informationen sowie Orte und Termine von bevorstehenden Probebohrungen.

 

Februar 2016: Informationen aus erster Hand

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Bereits rund drei Jahre vor dem prognostizierten Baubeginn wurden die Eigentümerinnen und Eigentümer von Liegenschaften entlang der geplanten Trasse zu ersten Informationsveranstaltungen eingeladen. Denn bevor unter einem Grundstück ein U-Bahn-Tunnel gebaut werden kann, müssen mit ihnen Dienstbarkeitsverträge abgeschlossen werden.
 
InfoveranstaltungZoom
Auch wenn während der laufenden Planung noch nicht jede Detailfrage beantwortet werden kann, ist uns eine zeitgerechte und umfassende Information wichtig. In der letzten Februarwoche gab es deshalb bei fünf großen Veranstaltungen Informationen aus erster Hand. ExpertInnnen der MA 18, der Wiener Linien und JuristInnen waren vor Ort und beantworteten die Fragen der EigentümerInnen.
 
InfoveranstaltungZoom
In den drei Jahren bis zum geplanten Baubeginn werden aber natürlich alle Wienerinnen und Wiener, insbesondere die AnrainerInnen entlang der Trasse, umfassend informiert. Voraussichtlich im Herbst wird das Projekt zur weiteren Detailplanung und Umsetzung von der Stadt (MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung) an die Wiener Linien übergeben.
 


Seit Dezember 2015: Von Haus zu Haus

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Seit Dezember werden in Kellern entlang der geplanten Trasse Löcher gegraben. Und das in Handarbeit. Denn um einen sicheren und reibungslosen Bauablauf sicherzustellen, müssen Bauart, Tiefe und Zustand der Fundamente erhoben, bevor mit dem U-Bahn-Bau begonnen werden kann.
 
FundamentZoom
Bei Neubauten sind Informationen zum Fundament im Bauakt vermerkt. Anders bei Gebäuden, die vor dem zweiten Weltkrieg oder in der unmittelbaren Nachkriegszeit errichtet wurden. Hier sind meist gar keine oder nur unzureichende Unterlagen vorhanden. Und von diesen Häusern gibt es in Wien so einige. Deshalb werden in den Kellern einige kleine Schächte gegraben. Mit Schaufel und Spitzhacke wird der Boden Schicht für Schicht abgetragen, bis die Fundamentunterkante erreicht ist.
 
FundamentZoom
Das Fundament wird unter der Bauleitung der MA 29 auf Herz und Nieren geprüft. Sollte sich herausstellen, dass das Fundament verbessert werden muss, wird noch vor Baubeginn Hand angelegt. Das ist nicht nur eine wichtige Investition für die Sicherheit, sondern bringt auch eine nachhaltige Substanzverbesserung der jeweiligen Gebäude mit sich.
 

Wien wächst – die Öffis wachsen mit!

Im Jahr 2030 werden über zwei Millionen Menschen in unserer Stadt wohnen und arbeiten. Um mit diesem Wachstum Schritt zu halten, muss auch das Öffi-Angebot ausgebaut und verbessert werden. Nach großen Stadtentwicklungsprojekten, wie die U2-Verlängerung nach Aspern, erfolgt mit dem Linienkreuz U2/U5 ein wichtiger Lückenschluss im innerstädtischen U-Bahn-Netz. Denn wir wollen die Menschen nicht nur ins Zentrum, sondern dort auch gut an ihr Ziel bringen. Damit auch zu Stoßzeiten genug Platz ist und Wien weiter wachsen kann.

Mehr Komfort

Jeder dritte Fahrgast der Wiener Linien ist im Einzugsbereich von 13A, 43, 6, U6 und U3 unterwegs. Der Ausbau der U2 und die neue U5 werden gerade diese Linien enorm entlasten und einen höheren Komfort für alle Fahrgäste bringen. Am Matzleinsdorfer Platz entsteht zusätzlich zum Bahnhof Meidling und dem Hauptbahnhof ein weiterer Umsteigknoten von der S-Bahn zur U-Bahn. Dadurch wird sich der Fahrgaststrom gleichmäßiger auf das gesamte Netz verteilen.

Mehr E-Mobilität

Eine klimafreundliche urbane Mobilität ist der Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft in der Stadt – und die ist auf Schiene. Mit U-Bahn und Bim kommt Wien bereits auf einen Elektromobilitätsanteil von knapp 50 Prozent. Die Stadt geht hier seit Jahrzehnten einen konsequenten Weg: Um die Öffis noch attraktiver zu machen, wird laufend in das Netz investiert, Intervalle verdichtet, bestehende Strecken verlängert und neue Verbindungen geschaffen. Mit Erfolg: Heute gibt es in Wien mehr Jahreskarten als zugelassene Autos.

Mehr Arbeitsplätze

Der U-Bahn-Bau bringt nicht nur positive Auswirkungen für Fahrgäste und Umwelt, sondern schafft und sichert tausende Arbeitsplätze über viele Jahre. Mit einer Investition von 100 Millionen können rund 1.700 Vollzeit-Arbeitsplätze geschaffen werden. Umgerechnet auf die erste Bauphase –Verlängerung der U2 bis zum Matzleinsdorfer Platz und Bau der U5 bis Frankhplatz / Altes AKH – entstehen bei einer Investitionssumme von rund 950 Millionen Euro über 16.000 Arbeitsplätze.

Mehr zum Thema

Sie haben Fragen zum Projekt? Dann wenden Sie sich bitte an U2U5@wienerlinien.at

In einer Sonderausgabe unseres KundInnenmagazins Wien Mobil haben wir uns voll und ganz dem U-Bahn-Ausbau gewidmet. Hier finden Sie das Heft zum Nachlesen:

WienMobil Spezial U2/U5

Die U-Bahn-Zukunft im Bild

Bis das Linienkreuz U2/U5 tatsächlich in Betrieb geht, dauert es noch ein bisschen. Aber mit unseren Filmen können Sie sich schon jetzt ein Bild davon machen, wie Wiens U-Bahn-Zukunft aussieht.

Neuer Süd-Ast für die Linie U2

Netzplan U2U5 AusbauZoom

Nach der Erweiterung nach Aspern im Norden der Stadt, bekommt die U2 ab der Station Rathaus einen komplett neuen Südast. 2018 beginnt die Verlängerung der U2 ab Rathaus (U5) über die Stationen

  • Neubaugasse (U3),
  • Pilgramgasse (U4) und
  • Reinprechtsdorfer Straße zur

vorläufigen Endstation Matzleinsdorfer Platz, wo Fahrgäste künftig von der S-Bahn umsteigen können. Diese Neubaustrecke soll bereits Ende 2023 eröffnet werden. Die weitere Verlängerung des neuen U2-Südasts über die Gußriegelstraße bis zum Wienerberg ist für eine spätere Ausbaustufe geplant.

 

Durch die U2-Verlängerung entstehen nicht nur eine neue Nord-Süd-Querung durch Wien, sondern auch wichtige U-Bahn-Kreuzungen und ein weiterer Anschluss an die S-Bahn. Das bringt kürzere Reisezeiten, weniger Umsteigen und mehr Komfort für alle Fahrgäste.

Türkise U-Bahn für den Wiener Nordwesten

Die U5 wird Wiens erste vollautomatische U-Bahn. Ab 2023 übernimmt sie den U2-Abschnitt zwischen Rathaus und Karlsplatz und bringt Sie vorerst bis zum Frankhplatz beim Alten AKH.

In der nächsten Ausbaustufe soll die neue U-Bahn bis nach Hernals verlängert werden. Gespräche zwischen Bund und Stadt Wien über die Finanzierung laufen bereits.

  • Geplant ist eine Station beim Arne-Carlsson-Park (Spitalgasse/Währinger Straße), durch die gleich sieben Straßenbahnlinien (5, 33, 37, 38, 40, 41, 42) ans U-Bahn-Netz angebunden werden.
  • Zur künftigen Endstation Elterleinplatz führt die geplante Strecke über Michelbeuern und bringt einen zweiten U-Bahn-Anschluss für das Allgemeine Krankenhaus.

Vollautomatisch in die Zukunft

Mit der U5 startet Wien in ein neues technologisches Zeitalter. Die neuen U-Bahn-Züge werden im vollautomatischen Betrieb fahren. Dies bringt viele Vorteile:

  • kürzere Intervalle: Zweirichtungszüge ermöglichen schnelleres Wenden.
  • Mehr Sicherheit durch Bahnsteigtüren: Fahrgäste können die Gleise nicht betreten. Auch Verzögerungen durch Gegenstände auf den Gleisen sind damit passé.
  • Flexibler: Auf kurzzeitigen Mehrbedarf kann einfacher reagiert werden. Auch nach Störungen sind die Züge schneller wieder pünktlich unterwegs.

Neueste Technik und Fahrgastkomfort

Aktuell sind die Wiener Linien dabei, neue Züge anzuschaffen, die vollautomatisch unterwegs sein werden. Die Ausschreibung läuft bereits. Fest steht: Sie werden durchgängig begehbar und barrierefrei sein. Außerdem werden sie mit Klimatisierung, Videoüberwachung und moderner Fahrgastinformation ausgestattet.

Ziel ist: mehr Service und Information für unsere Fahrgäste. Unsere FahrerInnen werden künftig näher am Kunden sein, damit wird ihr Job serviceorientierter und abwechslungsreicher. Selbstverständlich wird es auch bei vollautomatischem Betrieb Fachpersonal mit Fahrausbildung geben, das im Störungsfall rasch vor Ort sein kann.

Gebaut für die Ewigkeit

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Verkehrsbauwerke stellen ArchitektInnen vor planerische Herausforderungen, sind aber gerade auch deshalb besonders reizvoll. Denn neue U-Bahn-Linien werden nicht jeden Tag gebaut und prägen das Bild einer Stadt für Jahrzehnte. Damit sich die Fahrgäste auf lange Sicht in den Stationen wohl fühlen, muss ein Spagat zwischen zeitloser Ästhetik und Funktionalität gelingen. Um die Orientierung zu erleichtern, setzt Wien seit Beginn des U-Bahn-Baus zusätzlich zur Linienfarben auf ein einheitliches Liniendesign – alle Stationen einer Linie sollen wie aus einem Guss erscheinen.

 

U5: Modernes Design interpretiert Wiens U-Bahn-Tradition neu

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Der Einladung der Wiener Linien, Vorschläge für die Liniengestaltung der neuen U5 einzureichen, sind 33 ArchitektInnen und ArchitektInnenteams aus ganz Europa gefolgt. Eine Arbeitsgemeinschaft aus den jungen Wiener Architekturbüros „YF Architekten“ und „Franz Architekten“ konnten die internationale Jury von ihrem Entwurf überzeugen.

Das Liniendesign der U5 ist eine zeitgemäße Interpretation und Weiterentwicklung der bekannten und bewährten Grundgestaltung der Wiener U-Bahn aus den 70er Jahren. Das Gestaltungskonzept ist minimalistisch und dabei gleichzeitig elegant. Durch die Verwendung weniger Materialien wird der Blick auf das Wesentliche gerichtet. Insgesamt steigert die moderne, helle und freundliche Gestaltung den Wohlfühlfaktor und verstärkt damit auch das Sicherheitsempfinden der Fahrgäste.

 

U2: Der Name ist Programm

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Den zweiten Architekturwettbewerb der Wiener U-Bahn-Geschichte nach Bau des Grundnetzes, gewannen zwei Architekten mit zwei unterschiedlichen Gestaltungsvorschlägen. Gemeinsam prägten Sie die violette Linie.

Für die Hochstationen zeichnet Paul Katzenberger verantwortlich, die Tiefstationen wurden von Gerhard Moßburger entworfen. Auch die neuen Stationen werden sich in dieses Konzept einfügen.

 

Zurück in die Zukunft

Im multimedialen Magazin „Gebaut für die Ewigkeit“ präsentieren wir Ihnen das Siegerprojekt und alle eingereichten Architekturentwürfe für die U5. Außerdem werfen wir einen Blick zurück zu den Anfängen der Wiener U-Bahn-Architektur.

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