Erstmals über 950 Millionen Öffi-Fahrgäste


Neuer Rekord: 733.000 Jahreskarten, Wien investiert weiter in Öffi-Ausbau

2016 brachte den Wiener Linien mit 954,2 Millionen Fahrgästen einen neuen Fahrgastrekord – den dritten in Serie. Damit konnte erstmals die Marke von 950 Millionen Fahrgästen (2015: 939,1 Mio.) überschritten werden. Anfang 2017 waren rund 733.000 Jahreskarten im Umlauf – ebenfalls ein neuer Höchstwert.

Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer und Öffi-Stadträtin Ulli Sima freuen sich über den neuen Fahrgast-Rekord. Bilanz-Pressekonferenz am 23.01.2017.
Günter Steinbauer und Ulli Sima bei der Bilanz-Pressekonferenz 2017
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Mit großem Abstand legen die WienerInnen die meisten Wege in der Stadt mit U-Bahn, Bus und Bim zurück, das entspricht einem Anteil von 39 Prozent im Modal Split. Es folgt der PKW mit 27 Prozent.

Diese Zahlen belegen, dass sich der kontinuierliche Ausbau des öffentlichen Verkehrs bezahlt macht. Es bleibt das erklärte Ziel der Wiener Linien, bis 2020 den Anteil am Modal Split auf 40 Prozent zu heben und die Marke von einer Milliarde Fahrgästen zu knacken.

Immer mehr WienerInnen sind rasch, sicher, günstig und umweltfreundlich mit den Öffis unterwegs. Wer Wege mit den Öffis statt mit dem Auto zurücklegt, reduziert die individuellen CO2-Emissionen um 80 Prozent. Mehr Öffis bedeuten weniger Schadstoff-Emissionen, geringeren Energieverbrauch und damit umweltfreundliche Mobilität und Lebensqualität.

 

Daher bauen die Wiener Linien ihr Angebot weiter aus und investieren 2017 insgesamt 413 Millionen Euro in den Öffi-Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur.

Ausblick: Das sind unsere Großprojekte 2017

  • Ab 2. September fährt die U1 vom Reumannplatz entlang der 4,6 Kilometer langen Neubaustrecke bis Oberlaa. Mit der Verlängerung wird auch das Bus-Angebot entlang der neuen Strecke durch Ausweitung der Betriebszeiten und neue Verbindungen verbessert.

  • Die Übergabe des Planungsprojektes U2/U5 an die Wiener Linien ist heuer ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum weiteren U-Bahn-Ausbau. Die Wiener Linien sind zuversichtlich, dass die Ausschreibungen für den Rohbau der Stationen noch heuer starten.

  • Trotz der umfassenden Sanierung des westlichen Streckenabschnitts (Hütteldorf-Schönbrunn) im Sommer 2016 ist die Modernisierung der U4 weiter voll im Gange. In den kommenden zwei Jahren konzentrieren sich die Arbeiten auf den Norden der Strecke und umfassen u.a. den Einbau neuer Weichen, Stationssanierungen und die Modernisierung von Stellwerken.

  • 2017 geht auch die Erneuerung des Fuhrparks weiter, vor allem im Bereich der Autobusse. Die Wiener Linien schaffen heuer 26 Normalbusse, 12 Gelenkbusse und erstmals 17 XL-Gelenkbusse an. Die Ausschreibungen zu größeren Elektrobussen und neuen U-Bahn-Zügen, die auch im vollautomatischen Betrieb genutzt werden, laufen noch.

  • Im Frühjahr folgt die zweite Bahnsteigsanierung der U6-Station Währinger Straße. Ab April ist der Bahnsteig in Fahrtrichtung Floridsdorf für gut fünf Monate nicht zugänglich. Auch heuer investieren die Wiener Linien in die Modernisierung der Straßenbahninfrastruktur. 2017 sind insgesamt rund 40 Gleisbaustellen in ganz Wien geplant.

  • Auch im Servicebereich wollen die Wiener Linien im Laufe des Jahres ihr Angebot ausbauen. Die künftige WienMobil-App wird zum Mobilitätsberater, die nicht nur Öffis, sondern auch Angebote wie Carsharing, Taxis, Fahrräder und andere Verkehrsangebote integriert und kombiniert.

Grafiken:

Entwicklung der Fahrgastzahlen

Entwicklung Anzahl Jahreskarten

Modal Split 2016 (mit Veränderung gegenüber 1993)

NEU4: Schwerpunkte 2017

 

Publiziert am: 23.01.2017