U1 Blog
Die U1 wird fit für die Zukunft gemacht

Am 25. Februar 1978 ging mit der U1 zwischen Karlsplatz und Reumannplatz die erste Wiener U-Bahnstrecke in Betrieb. Nach mehr als 30 Jahren in Betrieb gab es auf dem Abschnitt zwischen Stephansplatz und Reumannplatz 6 Mio. Fahrten – je 3 Mio. in eine Richtung, bei einem Gewicht von rund 160 Tonnen pro U-Bahnzug. In der Zeit vom 7. Juli bis 26. August 2012 wird die U1 fit für die Zukunft gemacht.
U1 Modernisierungsarbeiten
- 2 neue Weichenverbindungen zwischen Reumannplatz und Keplerplatz sowie zwischen Taubstummengasse und Südtirolerplatz werden eingebaut: Durch die neuen Weichenverbindungen kann der U-Bahnbetrieb durch einen Gleiswechselbetrieb selbst im Störungsfall – wenn z.B. ein Zug länger anhalten muss und dadurch ein Gleis blockiert ist – aufrecht erhalten werden. Davon profitieren die Fahrgäste.
- Umfangreiche Erneuerungen im Gleisbett: Der Untergrund, auf dem die Gleise laufen, wird zwischen Stephansplatz und Taubstummengasse neu betoniert. Dafür müssen die Schienen entfernt und dann wieder aufgelegt werden. Auch an anderen Stellen werden mehrere hundert Meter neue Schienen gelegt. Durch diese Maßnahmen werden Langsamfahrstellen reduziert.
- Stromschienen und Schaltanlagen werden erneuert: Neben Revisionsarbeiten an der Stromschiene auf der gesamten Strecke werden zwischen Karlsplatz und Stephansplatz die alten Eisenstromschienen zur Gänze gegen energiesparende Alustromschienen getauscht. Auch alte Stromtransformatoren (zur Umwandlung von Netz- in U-Bahnstrom) werden auf der gesperrten Strecke erneuert.
- Stationen: In den Stationen werden nur kleinere Adaptierungsarbeiten vorgenommen, unter anderem Rolltreppen erneuert.
Spezielle Transportschächte im Bereich Taubstummengasse und Keplerplatz
Im Rahmen der U1-Modernisierung kommt es auch im Bereich der U1-Station „Taubstummengasse“ zu wichtigen Arbeiten. Unter der Erde wird eine neue Gleisverbindung gebaut und rund 800 Meter Gleise samt dem darunterliegenden Betonbett entfernt. Um diese großen Arbeiten in nur 7 Wochen zu bewältigen, laufen bereits jetzt Vorbereitungsarbeiten an der Oberfläche.
Auf der Favoritenstraße beim Theresianum werden bereits jetzt zwei spezielle Transport-Schächte, die rund 15 Meter tief unter die Erde gehen, gebaut. Durch einen Schienenkran, können so alle Baumaterialien von der Oberfläche aus in den U-Bahntunnel befördert werden.
In den beiden Sommermonaten sind allein im Bereich der Taubstummengasse täglich rund 120 Arbeiter mit der Modernisierung der U1 beschäftigt.
Verkehrslage ab sofort bis Anfang Dezember:
Die Wiener Linien beanspruchen für den Zeitraum der Arbeiten nur Flächen, die unbedingt benötigt werden. Um die Anzahl an Baucontainern auf ein Minimum zu reduzieren, wurden deshalb bereits Büros von den Baufirmen angemietet.
Ab Mitte Juni werden am Möllwaldplatz Baucontainer aufgestellt. Das Längsparken wird weiterhin möglich sein. Alle Garagenzufahrten bleiben aufrecht. Mit Ende August werden diese Container bereits wieder abgebaut.
In der Mayerhofgasse werden bei Bedarf zeitweise Parkzonen für die Baustellen-LKW errichtet. Diese Zonen gelten nur tagsüber und sind zeitlich beschränkt. Abends stehen die Flächen damit als Parkplätze zur Verfügung.
Auf der Favoritenstraße im Bereich Viktor-Adler-Markt wird ein spezieller Transport-Schacht errichtet. Durch diesen Zugang können Baumaterialien rasch und sicher von der Oberfläche aus in den U-Bahntunnel befördert werden. In den beiden Sommermonaten sind dann rund um die Uhr hunderte Arbeiter unter der Oberfläche mit der Modernisierung der U1 beschäftigt.
Verkehrslage ab Juni bis Ende September:
Die Wiener Linien beanspruchen für den Zeitraum der Arbeiten nur Flächen, die unbedingt benötigt werden. Die Baustellenfläche wird etwa auf Höhe der Erlachgasse errichtet und eine Länge von ca. 20m umfassen. Der Transportschacht in dieser Baustelle wird ca. 6,5 x 3 m groß sein. Ein durchgängiger Bauzaun aus Holz schirmt die Passanten der Favoritenstraße von der Baustelle ab.
Ab Juni werden am Wielandplatz Baucontainer aufgestellt. Einige Parkplätze müssen dazu für die Dauer der Arbeiten weichen. Alle Garagenzufahrten bleiben aufrecht.
Die Wiener Linien sind bemüht, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.
Ombudsmann: DI Christian Nebois: 01-7909-67212



