Architektur-Juwele prägen Wiener Öffi-Netz

Architektur-Juwele prägen Wiener Öffi-Netz

U6-Station Josefstädter Straße - Foto: Wiener Linien /Zinner

Im Netz der Wiener Linien stehen rund 50 Stationsgebäude, Brücken und Straßenbahn-Bahnhöfe unter Denkmalschutz. Dazu zählen Teile der historischen Streckenabschnitte, Brücken und Stationen der ehemaligen Stadtbahn – wie die über 110 Jahre alte, von Otto Wagner geplante Station „Josefstädter Straße“, die noch heute als Haltestelle der Linie U6 dient.

Rund 20.000 Fahrgäste nutzen diese Station täglich, mehr als 600 U-Bahn-Züge durchfahren sie am Tag. Belastungen dieser Größenordnung machen Sanierungsarbeiten erforderlich. Im Fall der denkmalgeschützten Station „Josefstädter Straße“ wurden diese 2011 mit der Renovierung der Bahnsteige und der Innenbereiche in Angriff genommen.

Im Einklang mit der historischen Bausubstanz
Bei denkmalgeschützten Bauwerken müssen zahlreiche Vorgaben beachtet werden – vor allem hinsichtlich der Erhaltung des ursprünglichen Erscheinungsbildes und der Verwendung der richtigen Materialien. Idealerweise sollten bei einer Sanierung dieselben Baustoffe wie bei der Errichtung verwendet werden. Ist das nicht möglich, wird auf moderne Materialien zurückgegriffen, die den Charakter des Gebäudes aber nicht verändern dürfen.

Die Sanierung der Station „Josefstädter Straße“ läuft unverändert auf Hochtouren. Derzeit steht die Außenfassade im Fokus der Restaurierungsarbeiten: Hier werden in Feinarbeit mittels Sandstrahlen alte Zementschleier und Farbschichten abgetragen. Nach Verlegung der historischen Bodenplatten auf den Bahnsteigen im Sommer dieses Jahres sollen die Bauarbeiten im Herbst zum Abschluss kommen.